Konkurrenz der Videoportale: 

netzeitung.deNoch mehr Kino im Netz

 Herausgeber: netzeitung.de

Startseite des neuen Angebots Screenshot: nz (Screenshot: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Startseite des neuen Angebots Screenshot: nz
Screenshot: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach Hulu und Youtube steigt nun auch Microsoft ins Geschäft mit Streaming-Spielfilmen und -Serien im Internet ein. 100 deutschsprachige Angebote stehen bereits online, wer sie ansehen will, muss einiges an Werbung ertragen.

Microsoft hat eine werbefinanzierte Videothek im Internet gestartet. Rund 100 deutschsprachige Kinofilme, TV-Serien und Animationen seien auf dem Portal MSN legal und kostenlos abrufbar, erklärte der Computerkonzern am Montag in München.

Nutzer können sich die Filme per Streaming-Verfahren an ihrem Computer ansehen und mit der entsprechenden Ausrüstung auch auf ihren Fernseher weiterleiten. Eine Registrierung ist für den Dienst nicht erforderlich. Das Angebot steht in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Verfügung.

Microsoft plant, Sendungen alle zehn Minuten für maximal 90 Sekunden durch Werbung zu unterbrechen. Zudem werde vor Beginn des Films ein Spot gezeigt. Microsoft setzt auf das Streaming-Verfahren, bei dem man die Bilder in dem Moment sieht, in dem das Signal den Rechner erreicht. Unterteilt in Drama, Thriller, Komödie und Dokumentation, können die Filme als Internet-Stream im kleinen Fenster oder im Vollbildmodus angeschaut werden.

Kein Download möglich
Für eine Darstellung, die «nahezu DVD-Qualität» habe, seien ein Breitbandanschluss mit einer Übertragungsrate von einem Megabit pro Sekunde sowie ein Rechner mit mindestens zwei Gigahertz Rechenleistung notwendig, hieß es. Angeboten werden zum Beispiel Kinofilme wie «Good Will Hunting», «Blade» oder «Das Leben ist schön», die alle Ende der neunziger Jahre produziert wurden. Das Angebot soll im kommenden Jahr ausgebaut werden.

Damit werde die Strategie werbefinanzierter Dienste fortgesetzt, erklärte der Manager des Microsoft-Portals, Marc Adam. Neben Spielfilmen werden auch Fernsehserien und Animationen angeboten. Sie herunterzuladen und zu speichern, ist nicht möglich.

Konkurrenz: Youtube und Hulu
Erst Anfang der Woche hatte Videoplattform Youtube bekanntgegeben, künftig TV-Sendungen und Filme des Hollywood- Filmstudios Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) online in ganzer Länge zu zeigen. Das Tochterunternehmen von Google stellt die Inhalte ebenfalls kostenlos zur Verfügung und setzt auf Finanzierung durch Werbeeinblendungen. Das Angebot gilt jedoch zunächst nur für Nutzer aus den USA.

Damit reagierte Google auf das im März 2008 gestartete Hulu.com, ein Videoportal von NBC und News Corp. Dort werden zahlreiche Spielfilme und TV-Serien angeboten und über Werbung finanziert – sehr erfolgreich, wie Marktforscher jüngst der «Financial Times» bestätigten. Hulu könnte bei den Werbeeinnahmen schon bald zu Youtube aufschließen. (nz/dpa/AP)