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netzeitung.deNicht mal die Grippe ist vor Google sicher

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US-Grippe-Karte auf Flu Trends Screenshot: nz (Screenshot: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe US-Grippe-Karte auf Flu Trends Screenshot: nz
Screenshot: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das fehlte noch: Mit Flu Trends liegt nun im Web auch ein Instrument zur Grippe-Vorhersage vor. Es bedient sich aus den Nutzeranfragen in Googles Suchmaschine und soll aktueller sein als die Ergebnisse von Forschungsinstituten.

Wer viele Daten hat, hat auch viele Möglichkeiten sie in neuen Bereichen anzuwenden. Seit Dienstag präsentiert Google einen neuen Dienst im Web, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, den möglichen Ausbruch von Grippeepidemien vorherzusagen.

Flu Trends heißt das Instrument, an dem Googles Entwickler nach eigenen Angaben seit über einem Jahr gearbeitet haben. Der Dienst ist vorerst auf die Bundesstaaten der USA beschränkt und ist, wie so vieles bei Google, für den Seitenbesucher kostenlos. Für Flu Trends werden Daten von Nutzeranfragen zum Thema Grippe in Googles Suchmaschine ausgewertet und mit den verfügbaren Daten des US-Centers for Disease Control abgeglichen.

Im offiziellen Google-Blog ist zu lesen, dass sich auf der Grundlage dieser beiden Datensätze eine recht sichere Vorhersage treffen lässt, in welcher Region die nächste Grippeepidemie drohe. Im Gegensatz zu den Daten der Gesundheitsbehörden und Forschungsinstitute, die meist erst dann zur Verfügung stünden, wenn die Grippewelle bereits wieder vorbei, könne Google stets aktuelle Daten liefern. Somit könnten Menschen über die Verbreitung von Grippe-Viren informiert und möglicherweise auch vor ihnen geschützt werden.

Im Blog heißt es weiter, Flu Trends befinde sich noch in der Probe- und Experimentierphase. Der Datenschutz von Nutzern der Suchmaschine werde gewährleistet, da die Datenanalyse der Suchanfragen anonymisiert erfolge. (nz)