04.11.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Hat's auch nicht immer leicht: Google Screenshot: NZ
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Bücher-Scanning bleibt umstritten, das Wissensportal «Knol» gibt es nun auch auf Deutsch und beim Werbedeal mit Yahoo soll ein Kompromissvorschlag vorliegen. Neues aus der Welt des größten Internetkonzerns. Universität Harvard verweigert Zusammenarbeit Trotz der jüngst getroffenen Vereinbarung zwischen Google und den US-Verlegern steht der Webkonzern bei seiner Buchsuche im Internet vor Schwierigkeiten. Wie US-Medien dieser Tage berichteten, wird zum Beispiel die renommierte Universität Harvard keine dem Copyright unterliegenden Bücher aus ihrer Bibliothek von Google scannen lassen.
Universität Harvard verweigert ZusammenarbeitTrotz der jüngst getroffenen Vereinbarung zwischen Google und den US-Verlegern steht der Webkonzern bei seiner Buchsuche im Internet vor Schwierigkeiten. Wie US-Medien dieser Tage berichteten, wird zum Beispiel die renommierte Universität Harvard keine dem Copyright unterliegenden Bücher aus ihrer Bibliothek von Google scannen lassen.
Demnach habe die von Google mit rund 125 Millionen Dollar erkaufte Vereinbarung nicht alle Unsicherheiten und Probleme beseitigt. In einem Brief, aus dem die Zeitung «Harvard Crimson» zitiert, äußert sich der Leiter der Harvard-Bibliothek über mögliche Beschränkungen beim Zugang zu digitalisierten Büchern durch Leser und Bibliotheken. Die Zusammenarbeit mit Google beim Scannen von Büchern, die nicht dem Copyright unterliegen, soll dagegen bestehen bleiben.
Wissensportal Knol nun auch auf Deutsch Das Wissensportal Knol von Google steht jetzt auch in einer Version für deutschsprachige Nutzer zur Verfügung. Im Mittelpunkt stehen Wissensbeiträge - sogenannte Knols - in deutscher Sprache und mit thematischem Bezug zum deutschsprachigen Raum, wie Google Switzerland mitteilte, das die die deutsche Knol-Benutzeroberfläche auf den Markt brachte.
Knol, dessen Name auf das englische Wort für «Wissen», Knowledge, anspielt, gilt als Antwort von Google auf Marktführer Wikipedia. Auf der Wissensplattform können Nutzer bei der Veröffentlichung ihrer Artikel auch Werbung zulassen. Der Autor und Google teilen sich dann die Einnahmen. Google will die Artikel nicht auf ihre Richtigkeit prüfen, sondern verlässt sich auf die Einschätzungen der Leser, die die Texte bewerten sollen.
Google und Yahoo mit Kompromissvorschlag zu WerbedealNach massiven Bedenken der Wettbewerbshüter wollen die Internetkonzerne Google und Yahoo laut einem Zeitungsbericht ihre geplante Werbepartnerschaft mit einem neuen Kompomissvorschlag retten. Ein neuer Vertragsentwurf sehe unter anderem eine deutlich verkürzte Vertragslaufzeit vor, schrieb das «Wall Street Journal» am Dienstag.
Statt der ursprünglich geplanten zehn Jahre wollten Google und Yahoo nun ihre Zusammenarbeit zunächst auf zwei Jahre beschränken, schreibt die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen. Die Erlöse für Yahoo durch die Partnerschaft sollten zudem auf 25 Prozent aller Umsätze des Unternehmens mit Suchanzeigen gedeckelt werden. Die Unternehmen hätten den neuen Vorschlag am Wochenende dem US-Justizministerium übergeben, hieß es. Zuletzt war spekuliert worden, Google und Yahoo könnten das Vorhaben wegen zu strenger Anforderungen der Behörden ganz aufgeben.
Google und Yahoo zusammen haben bei der Internetsuche einen Marktanteil von rund 80 Prozent. Aus der Werbebranche und von Microsoft kamen daher heftige Warnungen vor Einschränkungen des Wettbewerbs. (nz/dpa/AP)