Geringer Marktanteil von Chrome: 

netzeitung.deGoogles glanzloser Browser

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Glänzt noch: Logo von Chrome (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Glänzt noch: Logo von Chrome
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ganz groß gestartet, sehr tief gelandet: Chrome enttäuscht Sicherheitsexperten und die Internet-Gemeinde. Das wirkt sich auch deutlich auf die Nutzerzahlen aus, weiß Daniel Baumann .

Waren Experten Anfangs noch begeistert von technischen Spielereien und der Geschwindigkeit, mit der das Programm Internetseiten darstellt, so wurde Chrome danach in wenigen Tagen entzaubert.

Wie bei Testversionen üblich, weist das Programm noch viele Mängel auf. Es stürzt ab und ist anfällig für Schadsoftware. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnte vor Chrome. Eine Warnung, die um die Welt ging. Offenbar mit nachhaltiger Wirkung.

Die Entzauberung von Chrome hat sich auf dessen Verbreitung stark ausgewirkt. Das anfänglich enorme weltweite Interesse ließ schnell nach. In der Startphase nutzten auf einen Schlag 1,73 Prozent aller Onliner den Browser, sechs Wochen später sind es nach Angaben der Statistiker von Market Share nur noch 0,78 Prozent.

Freude bei Mozilla
Es dürfte Google schwer fallen, ein derart beschädigtes Produkt noch erfolgreich im Markt zu platzieren. Das sind gute Nachrichten für Microsoft. Wenigstens kann sich der Konzern, dem sonst schon alle Felle davon schwimmen, mit seinem Internet Explorer behaupten (Marktanteil: 71,52 Prozent).

Größer dürfte die Freude aber bei der Mozilla Foundation sein, die mit dem Firefox den populärsten unabhängigen Browser entwickelt hat. Er behauptet mit einem Marktanteil von 19,46 Prozent weiterhin seinen zweiten Platz und konnte dem Angriff von Google Paroli bieten.

Mit freundlicher Genehmigung übernommen aus der Berliner Zeitung.