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Akkus alternativ aufladen: 

Mobile Stromquellen am Karabinerhaken

16. Okt 2008 08:13
Wartet auf Sonne: Handy mit Solarpanel
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Beim Campingurlaub im Sommer geht alles ganz einfach, und nach acht bis zehn Stunden sind die Geräte wieder aufgeladen. Im Winterhalbjahr kommt der Strom übers USB-Kabel. Neue Solarladegeräte für Handy und iPods im Test.

Zu den lästigsten Nachteilen mobiler Digitalgeräte gehört die kurze Akku-Laufzeit. Bei intensiver Nutzung rufen auch die neuesten Smartphones bereits nach ein bis zwei Tagen nach der Steckdose. Als mobile Stromquelle bietet sich da ein Ersatzakku an - oder ein mobiler Stromspender mit Solarpanel.

Allerdings ist das mit der schönen grünen Sonnenenergie im Winterhalbjahr nicht so einfach. Nach fünf Tagen bedecktem Himmel ist es endlich an einem Nachmittag soweit: Die schräg einfallende Herbstsonne erweckt das «Solio Hybrid 1000» zum Leben und bringt die rote Kontrollleuchte des Ladegeräts zum Leuchten. Zehn bis zwölf Stunden Sonnenschein sind erforderlich, um den Akku vollzuladen. Das ist beim Camping-Urlaub im Sommer eine schöne Sache.

Im nebelverhangenen Herbst reicht eine Stunde Sonnenschein allerdings nur dazu aus, dem Handy genug Saft zu geben, um es wieder einzuschalten und etwa zehn Minuten zu telefonieren. Da trifft es sich gut, dass es sich bei dem Solarlader der US-Firma Better Energy Systems um ein Hybridgerät handelt: Ganz pragmatisch nimmt der wiederaufladbare Lithium-Ionen-Akku auch Atom- oder Kohlestrom entgegen. Dazu wird ein USB-Kabel angesteckt, das mit einem PC verbunden wird. Alternativ kann man das USB-Kabel auch mit einem entsprechenden

Steckdosen-Stecker verbinden, wie er etwa für das direkte Aufladen des iPods verwendet wird. Jetzt dauert es etwa sechs Stunden, bis die rote Kontrollleuchte auf grün umspringt und einen vollen Akku signalisiert. Den Ladezustand kann man jederzeit überprüften, wobei man zählen muss, wie oft die grüne Leuchte blinkt. Bei voller Ladung gibt es fünf Leuchtsignale.

«Solio Hybrid 1000»

Das etwa 20 Zentimeter lange und sieben Zentimeter breite Ladegerät findet Platz in jeder Tasche und dient als Notstromversorgung. Bis zu einem Jahr bleibt die Energie nach Angaben des Herstellers gespeichert. Bei Bedarf wird der passende Aufsatz für Handy oder MP3-Player angesteckt, und mit einem Druck auf den Startknopf beginnt der Ladevorgang für das mobile Gerät.

Zum Lieferumfang gehören drei Stecker - für die Smartphones der Nokia-N-Serie, für den Mini-USB-Anschluss, wie er etwa von Motorola-Handys oder dem Blackberry verwendet wird, sowie den Female-USB-Stecker für iPod und andere MP3-Player.

«Solio Magnesium»

Weitere Stecker können zusätzlich bestellt werden. Praktisch ist der integrierte Karabinerhaken des stoßfesten und wasserdichten Solarladers. So kann man das 130 Gramm leichte Ladegerät ganz einfach an den Rucksack hängen und beim Wandern aufladen - wenn es denn wieder Sommer wird. Dann werden auch Digitalkameras oder Outdoor-GPS-Empfänger, die einen Mini-USB-Anschluss haben, mit Strom versorgt.

Leistungsfähiger als der «Solio Hybrid 1000» ist das Modell «Solio Magnesium», bei dem drei Solar-Panels ausgeklappt werden. Mit einer Leistung von neun Watt (das Hybrid-Modell hat eine maximale Leistung von 3,6 Watt) kann es Akku-Strom für bis zu drei Handy-Ladungen speichern. Der Solio Hybrid 1000 kostet im Fachhandel oder im Vertrieb von higoto.de 59,95 Euro, das Magnesium-Modell gibt es für 199,95 Euro. (Peter Zschunke/AP)
 
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