Der Google-Ticker: 

netzeitung.de«PsykoMan» und der Millionen-Deal

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Millionen T-Kunden wollen das Android G1 (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Millionen T-Kunden wollen das Android G1
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Google hat Ärger, aber auch Grund zur Freude: Ein Kläger hat erreicht, dass die Bildersuche die Zustimmung des Rechte-Inhabers erfordert. Außerdem: Reichlich Android-Bestellungen und eine neue Werbeplattform in Computerspielen. Klage gegen Google-Bildersuche Ein Urteil gegen Google könnte sich zum Präzedenzfall in Sachen Online-Bildersuche entwickeln. Das Hamburger Landgericht hat jüngst entschieden, dass auf urheberrechtlich geschützte Bilder im Netz nicht gegen den Willen des Rechte-Inhabers verlinkt werden darf.

Klage gegen Google-Bildersuche
Ein Urteil gegen Google könnte sich zum Präzedenzfall in Sachen Online-Bildersuche entwickeln. Das Hamburger Landgericht hat jüngst entschieden, dass auf urheberrechtlich geschützte Bilder im Netz nicht gegen den Willen des Rechte-Inhabers verlinkt werden darf.

Anlass war der Fall eines Künstlers, der seine Comiczeichnungen der Figur «PsykoMan» nicht in den Google-Ergebnislisten sehen wollte. Das Gericht betrachtete seine Nutzungsrechte als verletzt und sprach ihm Anspruch auf Unterlassung und Erstattung der Abmahnkosten zu. Nach Angaben der «Computerbild» schlug das Landgericht Google als Alternativlösung vor, statt eines Vorschaubilds Texteinblendungen in der Bildersuche zu zeigen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Google will nun Berufung einlegen und «bis zur letzten Instanz gegen das krasse Fehlurteil ankämpfen», sagte Sprecher Kay Oberbeck. Das birgt auch Risiken: Sollte der Bundesgerichtshof die Hamburger Entscheidung bestätigen, dürften alle Suchmaschinenbetreiber nur noch Abbildungen in ihre Bildersuche aufnehmen, wenn der jeweilige Rechteinhaber dem vorher zugestimmt hat. Wegen des hohen Arbeitsaufwandes könnten die Seiten dann aber kaum weiterbestehen.

Google will in Computerspielen werben
Google bietet nun auch eine Werbeplattform in Computerspielen an. Der Konzern stellte eine Beta-Version seiner Technologie «Adsense for Games» vor, die zielgruppenorientierte Werbung in Internet-Spielen unterbringt. Google erweitert damit sein Adsense-Programm, das bisher auf Werbung auf Websites beschränkt war.

«Adsense for Games» soll zum Beispiel Werbung in Sport- und Actionspielen zeigen. Die Spieler schauen sich vor oder nach einem Spiel oder nach dem Erreichen eines neuen Levels Videos an, in denen für Produkte geworben wird.

Dieser Schritt war erwartet worden, nachdem Google Anfang 2007 das Unternehmen Adscape Media übernommen hatte, das sich auf Werbung in Computerspielen spezialisiert hat. Das Konkurrenz-Unternehmen Yahoo bietet bereits werbeunterstützte Spiele zum Download an.

1,5 Millionen Vorbestellungen für Google-Handy
Trotz iPhone- und Blackberry-Neuerungen ist das Interesse am nächsten großen Handy-Ding immens: Googles Android-Modell G1, das zunächst nur T-Mobile-Kunden vorbehalten bleibt, kann schon jetzt über 1,5 Millionen Vorbestellungen verzeichnen. Apple hatte am ersten Verkaufswochenende des iPhone 3G eine Million Exemplare verkauft.

Das vom taiwanesischen Hersteller HTC produzierte Android-Handy kombiniert zwei beliebte Smartphone-Funktionen: Einen iPhone-ähnlichen Touch Screen und einen Blackberry-artigen Trackball für einhändige Bedienung. Mit dem neuen Betriebssystem Android soll das Handy-Display zum Computer-Desktop werden – inklusive Google-Anwendungen wie Gmail, Google Maps und Youtube.

Am Donnerstag startet der Verkauf in den USA. In Großbritannien kommt Android im November in die Läden – genau zur lukrativen Vorweihnachtszeit. Die britischen T-Mobile-Shops nehmen zwar bis kurz vor Verkaufsstart keine Vorbestellungen entgegen, haben ihre Kunden aber aufgerufen, ihr Interesse anzumelden – was 25.000 bereits getan haben.

«Ego-Googeln» wird zum Volkssport
Wie viele Treffer habe ich bei Google? Jeder dritte Bundesbürger (34 Prozent) sucht im Netz gelegentlich nach Einträgen zu sich selbst. Das ergab eine repräsentative Studie des Branchenverbands Bitkom und des Instituts Forsa, beide aus Berlin. Vor allem junge Menschen nutzen dieses Aufpolieren des eigenen Egos: Gut zwei Drittel (67 Prozent) der 18- bis 29-Jährigen bekannten sich dazu.

Erstaunlicherweise ist aber auch bei den 30- bis 44-Jährigen der Anteil mit 41 Prozent noch überdurchschnittlich hoch. Oft sind es aber einfach nur berufliche Gründe: Unabhängig vom Alter wollen zum Beispiel auch viele der Selbstständigen unter den Befragten (66 Prozent) wissen, was wo über sie im Netz steht. Acht Prozent der Selbst-Googler aus dieser Gruppe kümmert sich darum einmal im Monat, fünf Prozent sogar mehrmals monatlich. Befragt wurden 1001 Personen im Alter ab 14 Jahren.(nz/AP/dpa)