08.10.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Youtube soll endlich Geld einbringen
Google will aus seiner Milliardeninvestition in Youtube Klick für Klick Kapital schlagen. Die Besucher des Videoportals werden sich dafür zunehmend mit Werbung anfreunden müssen.
Google will das Videoportal Youtube endlich profitabel machen. Das System «Click to buy» soll den Nutzern künftig ermöglichen, über Anzeigen in Musik-Videos den jeweiligen Song mit einem Klick direkt bei Apples iTunes-Store oder über Amazon zu kaufen. Google hatte Youtube 2006 für mehr als 1,7 Milliarden Dollar gekauft. Bislang blieben die Werbeeinnahmen über YouTube jedoch deutlich unter den Erwartungen.
Amerikanischen Medienberichten zufolge erhofft sich Google durch die Partnerschaft mit Apple und Amazon im kommenden Jahr Einnahmen von rund 200 Millionen Dollar. Ein kleiner Teil verglichen mit den Gesamteinnahmen des Konzerns, die sich auf 27 Milliarden Dollar belaufen.
Zudem Google will seine führende Rolle im Online- Anzeigenmarkt mit neuen Werbeformen ausbauen. Über das neue Programm «Adsense for Games» sollen Anbieter von Online-Spielen künftig auch Werbe-Videos in ihren Spielen einblenden können, kündigte der weltweit führende Suchmaschinen-Betreiber an.
Wachsender Markt für die SpielebrancheDie neue Werbeform in Online-Spielen soll zunächst in einer Beta- Version nur in den USA verfügbar sein. Mit Werbung in Form von Text- und Bild-Einblendungen sowie interaktiven Videos könnten sollen über das neue Werbeangebot mehr als 200 Millionen Menschen angesprochen werden.
Auch hierzulande gilt das «In-game advertising» als immens wachsender Markt für die Spiele-Branche. Zuletzt hatte der Bundesverband Bitkom ermittelt, dass in Deutschland jeder dritte Internet-Nutzer online spiele. Für das «Adsense for Games»-Programm arbeitet Google nach eigenen Angaben zunächst eng mit Spiele-Produzenten wie Konami, Playfish und Demand Media zusammen. Zu den ersten Werbekunden gehörten der Telekom-Konzern Sprint, der amerikanische Kfz- Versicherer Esurance sowie Sony Pictures. (nz/dpa)