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Der Google-Ticker: 

1,5 Promille? Besser morgen e-mailen

07. Okt 2008 16:08
Rein ins Blaue: Google Earth
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Heute im Google-Ticker: Gmail schützt Nutzer vor sich selbst; Googles erstes Handy lässt sich schon jetzt online testen; Google Earth funktioniert nun auch unter Wasser. Neues aus der Welt des größten Internetkonzerns.

Es heißt «Mail Goggles», kann in Googles webbasiertes E-Mail-Programm Gmail integriert werden und versucht die Nutzer vor sich selbst zu schützen: Wer «Mail Goggles» aktiviert, muss in bestimmten Nächten einfache Rechenaufgaben in einer vorgegebenen Zeit lösen, bevor er oder sie eine E-Mail abschicken kann.

Entwickler Jon Perlow schreibt dazu im offiziellen Gmail-Blog: «Hoffentlich kann Mail Goggles viele von Ihnen davon abhalten, Botschaften zu verschicken, von denen Sie später wünschen, Sie hätten sie nie verschickt.» Als Beispiele nennt Perlow Rundschreiben an die Firma und Liebes-SMS oder –E-Mails. Ohne dass im Gmail-Blog explizit darauf eingegangen wird, richtet sich die Anwendung offensichtlich an Computernutzer, die abends gerne mal Alkohol trinken.

Die Selbstschutzmaßnahme für E-Mail-Schreiber ist standardmäßig auf Freitag- und Samstagabend jeweils zwischen 22 Uhr und vier Uhr früh eingestellt. Sie lässt sich aber nach Belieben verändern. Wer die Einstellung vorgenommen und das Programm aktiviert hat, wird in der angegebenen Zeit keine E-Mail abschicken können, ohne zuvor eine Reihe an Rechenaufgaben zu lösen.

Screenshot von Mail Goggles
Den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben kann der User selbst bestimmen, Google legt eine Zeit für die Lösung fest. Gelingt die Lösung in der vorgegebenen Zeit, kann die E-Mail gesendet werden; im anderen Fall bleibt sie bis zum nächsten Tag im Ordner Entwürfe liegen. Der Dienst ist vorerst nur innerhalb des englischsprachigen Gmail abrufbar.

Android einfach online testen

Der Mobilfunkanbieter T-Mobile hat auf seiner US-amerikanischen Internetseite den sogenannten G1-Emulator veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Anwendung, mit der die Benutzerführung des G1 genannten Google-Handys im Web geübt werden kann.

Das G1 wurde zwar Ende September von T-Mobile, Google und dem Gerätehersteller HTC vorgestellt, zu kaufen ist es jedoch noch nicht. Auf der Website können Nutzer nun aber schon einmal ausprobieren, wie einzelne Anwendungen des mit Googles Handybetriebssystem Android ausgerüsteten Gerätes funktionieren - zum Beispiel E-Mail oder Adressbuch. Man kann sich auch ansehen, wie das Menü des Handys aufgebaut ist.

In den USA soll das G1 ab dem 22. Oktober verkauft werden, es wird inklusive eines Zwei-Jahres-Vertrages mit T-Mobile 180 US-Dollar kosten. In Deutschland soll das Mobiltelefon im ersten Quartal 2009 auf den Markt kommen.

Google Earth geht unter Wasser

Wie die britische Tageszeitung «Guardian» berichtet, verfügt Googles 3D-Geografie-Software Google Earth seit Dienstag über ein neues Tool, mit dem Webnutzer auch geschützte Unterwasserwelten virtuell besuchen können.

Demnach handelt es sich um ein kleines Programm, dass es nach dem Runterladen ermögliche, via Google Outreach erstellte Videos, Fotos und Artikel anzusehen, während man mit Google Earth durch geschützte nautische Gebiete surfe.

Das Material für Google Earth werde von Googles Kooperationspartnern bereitgestellt - etwa der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Administration, der britischen Naturschutzorganisation Natural England oder National Geographic. Die neue Anwendung wurde auf einem internationalen Naturschutzkongress in Barcelona präsentiert. (nz)

 
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