In Berlin sind bisher etwa die Hälfte der 14.000 GdP-Handys verteilt, die Geräte und Nummern sind indes schon alle namentlich zugeordnet. Einige Wochen lang konnte jedes Mitglied über den passwortgeschützten Bereich von auf gdp-berlin.de das Telefonbuch als 265 Seiten lange PDF-Datei herunterladen.Und bald standen die Daten in Internetforen und einer Download-Plattform. Auf Bitten der Berliner GdP haben die Anbieter die Dateien inzwischen entfernt. Die Gewerkschaft verteilt nun Flugblätter, in denen sie den Vorfall «nachdrücklich» bedauert. «Wer so verantwortungslos war, diese Daten frei zugänglich ins Netz zu stellen, wissen wir nicht», heißt es in dem Schreiben.
Dieter Großhans vom Berliner GdP-Landesverband sagt: «Wir haben umgehend reagiert und das Herunterladen aus dem geschlossenen Bereich unterbunden.» Derzeit arbeite man an einem neuen Telefonbuch, in dem nur die Nummern veröffentlicht sind, für die eine Einverständniserklärung vorliegt. Wer eine neue Nummer will, bekommt eine. «Bis jetzt hat sich aber nur ein Einziger gemeldet», so Großhans.