T-Mobile stellt erstes Google-Handy vor: 

netzeitung.deWas man schon über «Android» wissen kann

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Kein Android: Google-Mitarbeiterin mit Handy (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Kein Android: Google-Mitarbeiterin mit Handy
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Am Dienstagabend wird in New York das erste Handy mit Googles Betriebssystem Android vorgestellt. Bereits jetzt sickern über den Anbieter T-Mobile neue Details zum Gerät und zur Software durch.

Der Mobilfunk-Anbieter T-Mobile stellt am Dienstag (16.30 MESZ) in New York das erste Handy mit dem von Google initiierten Betriebssystem «Android» vor. Damit kommt ein neuer mächtiger Spieler in den schnell wachsenden Markt für mobile Internet-Nutzung.

Bisher wird das Marktsegment der Smartphones, wie die Kombination aus Handy und Mini-Computer genannt wird, von Nokia angeführt. Weitere starke Konkurrenten sind Apple mit seinem iPhone und der Spezialist für mobile E-Mail-Dienste RIM mit seiner Marke Blackberry.

Das neue Betriebssystem «Android» ist Quelloffen - das heißt, es kann von einer weltweiten Entwicklergemeinde beeinflusst werden. Wie das IT-Portal «Golem» berichtet, wurden am Dienstag auf einem Unternehmensblog von T-Mobile weitere Einzelheiten über «Android» veröffentlicht. Demnach soll das Gerät über einen GPS-Chip verfügen und das Handy-Display 65.000 Farben mit einer Auflösung von eine Auflösung von 480 x 320 Pixeln darstellen können.

Akku, Kamera, Internet
Der Akku des Mobiltelefons soll im Stand-by-Betrieb 130 Stunden lang halten, Dauertelefonierer müssen ihn nach fünf Stunden wieder aufladen. Das Gerät verfügt über eine 3,1-Megapixel-Kamera, die aber nur zum Fotografieren und nicht zum Drehen von Videos geeignet scheint.

Dem Bericht zufolge ist Googles Gmail (in Deutschland: Googlemail) der einzige nutzbare E-Maildienst. Die Verbindung zum Internet soll einfach herzustellen sein, alle Angebote Googles inklusive Maps und Youtube stünden sofort bereit. Das Smartphone wird Angaben von T-Mobile zufolge nur dort angeboten werden, wo bereits sogenannte 3G-Dienste vorhanden seien. Nach bislang unbestätigten Meldungen arbeitet das Online-Portal Amazon daran, seinen Musikdienst Amazon MP3 in «Andoid» zu integrieren.

T-Mobile G1?
Wie die «Financial Times» berichtet, überlegt der taiwanische Hersteller HTC den Projektnamen «Dream» fallenzulassen und das Gerät stattdessen «T-Mobile G1» zu nennen. Das Smartphone werde über vier Instant Messenger verfügen und könne in Googles Webshop mit zusätzlicher Software bestückt werden, heißt es weiter.

Der Industriegruppe, die Android voranbringen will, gehören mehr als 30 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen des Telekom-Marktes an. Da Google aber eine Schlüsselrolle spielt, wird mit Spannung erwartet, wie sehr der Internet-Konzern die weitere Entwicklung um das Betriebssystem bestimmen wird.

Google dominiert das Geschäft mit Online-Werbung und einige Fachleute erwarten, dass der Suchmaschinen-Spezialist mit Android diese Position auch auf das mobile Internet ausweiten will. (nz/dpa)