Musik auf kleinen Speicherchips : 

netzeitung.deSanDisk leitet das Ende der CD ein

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Bekommt weitere Konkurrenz: Die gute alte CD (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bekommt weitere Konkurrenz: Die gute alte CD
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das zwischen der Musikindustrie und dem Speicherkartenhersteller SanDisc ausgehandelte neue Musikformat «slotMusic» soll erstmal nur einen weiteren Vertriebsweg für digitale Songs öffnen. Die MicroSD-Karte kann aber mehr.

Musik wird es bald nicht nur als Schallplatte, CD oder im digitalen Download geben, sondern auch auf kleinen Speicherkarten. Vier große Plattenfirmen haben sich mit dem Speicherkartenhersteller SanDisk auf die MicroSD-Karte als weiteres Medium für die Verbreitung von Musik verständigt.

Die Songs sollen im MP3-Format und ohne Kopierschutz gespeichert sein. Das neue Format nennt sich «slotMusic». Mit «slotMusic» reagiert die Industrie auf zwei aktuelle Trends. Zum einen wird Musik immer noch vor allem auf einem physischen Medium verkauft.

Laut Nielsen SoundScan wurden im vergangenen Jahr 449 Millionen Alben auf CD verkauft, dem standen 50 Millionen Alben-Downloads gegenüber. Allerdings nimmt die Popularität der CD weiter ab, der Verkauf von CD-Alben ging im vergangenen Jahr um 19 Prozent zurück.

Keine neuen Abspielgeräte
Mit der «slotMusic» hoffen Universal, Sony BMG, Warner und EMI einen Datenträger gefunden zu haben, der vielseitiger einsetzbar ist als die CD. Im Unterschied zur Einführung der CD, als neue Abspielgeräte notwendig wurden, gibt es jetzt schon viele tragbare Geräte vom Handy bis zum MP3-Player, die bereits über einen Schacht (Slot) für MicroSD-Karten verfügen.

Wie der Leiter des Audio-Video-Bereichs von SanDisk, Daniel Schreiber, erklärte, soll die «slotMusic» auf MicroSD-Karten mit einem Gigabyte angeboten werden. Da passt nicht nur ein ganzes Album mit Zusatzmaterial wie Cover und Song-Texten drauf, es ist auch noch Platz da für weitere Songs und Bilder des Nutzers.

Die «slotMusic» soll bei großen Einzelhandelsketten zuerst in den USA und dann auch in Europa angeboten werden. Preislich dürfte sie im Rahmen der CDs liegen, auch die Verpackung soll ähnlich aussehen, wie Schreiber erklärte. (Rachel Metz/AP)