Der Google-Ticker: 

netzeitung.deGoogles Fotografen sind bildscheu

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Street View-Fahrzeug in New York (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Street View-Fahrzeug in New York
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das Handy-Betriebssystem Android startet im Oktober, der Browser Chrome läuft jetzt auch auf Macs und Linux und Abtreibungsgegner dürfen neuerdings bei Google werben. Das und mehr im Google-Ticker. Street Viewer wollen nicht fotografiert werden Für seinen Dienst Street View fahren Googles Fotografen derzeit in Autos quer durch Europa und knipsen jede Straßenecke. Nur selbst fotografiert werden wollen sie nicht so gerne. Diese Erfahrung musste nun die schottische Zeitung «Evening News» in Edingburgh machen.

Street Viewer wollen nicht fotografiert werden
Für seinen Dienst Street View fahren Googles Fotografen derzeit in Autos quer durch Europa und knipsen jede Straßenecke. Nur selbst fotografiert werden wollen sie nicht so gerne. Diese Erfahrung musste nun die schottische Zeitung «Evening News» in Edingburgh machen.

Sie hatte einen Bildreporter losgeschickt, der Aufnahmen von einem derzeit die Straßen der schottischen Stadt fotografierenden Street-View-Team machen sollte. Dagegen hätten sich Googles Mitarbeiter gewehrt und im Fall einer Veröffentlichung mit einer Klage gedroht, berichtete der «Evening News»-Fotograf Ian Georgeson. Eine britische Sprecherin von Google sagte, das Unternehmen habe keine Probleme mit solchen Fotos. Allerdings seien auch die Rechte der Google-Mitarbeiter zu wahren.

Google Street View sammelt Fotos von Städten und Landschaften, die nach und nach in den Kartendienst Maps integriert werden. Auch in Deutschland sind zahlreiche Kamerateams in Autos unterwegs. Man erkennt sie an einem Kameraturm auf dem Dach eines schwarzen Google-Fahrzeugs. Wie der Fachdienst «Inside-Handy.de» berichtet, ist Street View neuerdings auch von Handys aus abrufbar.

Google stellt Android vor
Am Dienstag nächster Woche wird Google das erste Mobiltelefon mit dem hauseigenen Betriebssystem Android vorstellen, wie das Unternehmen am Mittwoch im Rahmen des Google Developer Day ankündigte. Geplant sei an diesem Tag eine gemeinsame Pressekonferenz von Google, T-Mobile und dem Handyhersteller HTC in New York.

Weiter hieß es, die ersten Android-Handys würden spätestens Ende Oktober zum Verkauf in den Läden stehen - vorerst nur in den USA. Dabei soll es sich um das HTC-Modell «Dream» handeln, das zusammen mit einem Zweijahresvertrag von T-Mobile 200 Dollar (139 Euro) kosten werde. Ein Termin für die Markteinführungen in Europa und Asien wurde nicht genannt.

Bei «Dream» handelt es sich um ein Smartphone mit UMTS, Wlan und integriertem GPS-System. Wie das iPhone verfügt es über einen Touchscreen und lässt sich im Hoch- wie im Querformat nutzen, soll aber - im Gegensatz zum iPhone - eine ausklappbare Tastatur vorweisen.

Abtreibungsgegner dürfen auf Google werben
Seit Mittwoch muss Google Anzeigen von Abtreibungsgegnern annehmen und veröffentlichen, wie die «London Times» berichtet. Das britische «Christian Institute» habe dies vor Gericht eingeklagt, nachdem sich Google jahrelang geweigert habe, gegen Schwangerschaftsabbbrüche gerichtete Anzeigen neben Suchergebnissen zu schalten.

Das «Christian Institute» hatte im Frühjahr die Klage eingereicht - wegen der Missachtung der freien Meinungsäußerung und einem Verstoß gegen das britische Gleichstellungsgesetz. Google hatte während des Prozesses angekündigt, bei einer Niederlage den Weg durch die weiteren Instanzen zu gehen. Nun scheint der Konzern seine Meinung geändert zu haben.
Deutschland-Chef weist Kritik von Datenschützern ab
Stefan Tweraser, Unternehmensleiter von Google Deutschland, hat erstmals öffentlich zur Kritik von Datenschützern an dem neuen Webbrowser Chrome Stellung genommen. Diese hatten geäußert, Google sammle mit Chrome viele persönliche Daten von Nutzern.

«Es gibt keine einzige Verbindung zwischen der Person und dem, was Sie im Internet tut. Die einzige Verbindung ist die IP-Adresse», sagte Tweraser der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung». Google werde fehlinterpretiert. Allein in Deutschland nutzten 29 Millionen User Googles Suchmaschine. Bedenken gegenüber Google hält er für unbegründet. «Ihr Kreditkarten-Unternehmen, ihre Bank, ihr Telefonanbieter oder ihr Internet-Provider wissen viel mehr über sie, als man bei Google jemals über sie herausfinden könnte», sagte Tweraser, der seit Mai Chef von Google in Deutschland ist.

Chrome für Apple und Linux-Rechner geklont
Eine US-amerikanische Softwarefirma war schneller als Google und hat es möglich gemacht, dass Googles Browser Chrome nun auch auf Linux- und Apple-Betriebsystemen läuft. Chromium heißt die neue Version, die vom US-Unternehmen Codeweavers entwickelt wurde und auf der Grundlage des von Google veröffentlichten Quellcodes für Chrome arbeitet. Google hatte schon vor einigen Tagen eigene Versionen für Apple- und Linux-Rechner angekündigt, aber noch keinen Veröffentlichungstermin genannt.

Nach Angaben von Codeweavers kommt bei Chromium «Wine» zum Einsatz, ein Programm zur Nachbildung von Windows-Umgebungen. Allerdings ersetze Chromium noch keinen vollständigen Browser, es handele sich um ein Projekt im Anfangsstadium. Codeweavers ist darauf spezialisiert, Windows-Software mit anderen Betriebssystemen kompatibel zu machen. (nz)