Auf Youtube zeigt sich 'Spore' auch von seiner grausamen Seite
Screenshot: nz
Kein Computerspiel ist perfekt, irgendwo zeigen sich immer Programmierfehler. Seit einiger Zeit sind auch die ersten Bugs aus dem neuen Game «Spore» auf Youtube zu finden. Mit Videos.
«Spore» ist gerade mal ein paar Tage im Laden erhältlich, und kaum ein Spieler wird bisher die Zeit gefunden haben, das neue Game von Will Wright («Sims») in Ruhe durchzuspielen.
Was dagegen sehr schnell passiert, ist, dass Spieler kleine Programmierfehler finden. Früher hat man sie vielleicht beim nächsten Treffen Freunden und Bekannten schmunzelnd vorgeführt, heute stellt man sie einfach bei Youtube ein. Was gerade im Fall von «Spore» recht einfach ist, da man im Spiel selber alles filmen kann und die Filme mit wenigen Klicks ins Video-Angebot von Youtube integrieren kann.
Und so finden sich derzeit bei Youtube eben zahlreiche Fimchen, die zeigen, was in «Spore» sowie im schon im Sommer veröffentlichten «Spore-Labor» so alles schief gehen kann.
«Spore-Labor»
Im «Spore-Labor» kann der Spieler Kreaturen selbst entwickeln und sie nach getaner Schöpfung in einem Ring probelaufen lassen oder via Youtube der Öffentlickeit vorführen. Das ist in den letzten Monaten zigtausendfach geschehen und hat zu solch bizarren Erscheinungen wie dem «Penismonster-Wettbewerb» geführt.
Solche Untenrum-Gefechten drängen leider all die schönen Videos an den Rand, in denen das Unperfekte, Fehlerhafte aufscheint. Genug der Worte - sehen Sie selbst.
Da hat einer ein wahrhaft hübsches Tierchen erschaffen, mit Beinen und Flügeln. Man weiß ja nie, wie man sich später wird fortbewegen müssen. Schade nur, dass die Beine den Boden nie erreichen, die Flügel nicht schlagen, dafür aber die Beine umso mehr.
Probleme mit der Bodenhaftung hat auch dieses possierliche Wesen.
Grashüpfer sieht schwarz
Sehr schön gestaltet ist dieser futuristische Grashüpfer. Erst spät aber findet er die passende Umgebung, eine in blau gehaltene Krater-Planeten-Augen-Landschaft, die eindeutig besser zu ihm passt als das triste Schwarz zu Beginn. Dieses Geschöpf findet seinen Weg ins Licht hingegen nicht.
Besser in der Ursuppe bleiben
Da hat sich der eigene Einzeller in der Ursuppe zum kleinen Schmodderwesen entwickelt und sich gegen allerlei größere Wesen, darunter auch ganz dicke Fische, behauptet und mag nun endlich an Land gehen. Vielleicht liegt sogar der Grund, sich auf festen Boden zu begeben und damit einen riesigen Evolutionssprung zu machen, darin, dass man den ständigen Attacken der anderen, größeren Ursuppenbewohner endlich entkommen will. Und dann das ...
Kein Einzelfall übrigens, wie dieses Video beweist.
Was alles fliegen kann
Nun gut, irgendwie schafft man es dann doch an Land, baut sich ein Nest, findet Freunde und Feinde, vermehrt sich, entwickelt sich weiter, baut Dörfer und Städte und lernt schließlich fliegen. Nur: Warum können das auch andere, die ansonsten offensichtlich keinen einzigen Schritt im Evolutionsprozess weitergekommen sind? Fliegen ist toll, nur sollte man auch wieder landen können. Vor allem dann, wenn man so richtig Hunger hat. Für das Web ediert von Maik Söhler