Der Google-Ticker:
Firefox sendet doch keine Daten an Google
12. Sep 2008 13:48, ergänzt 17:48
 |  Alles so schön bunt hier: Google-Logo | Screenshot: NZ |
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Heute im Google-Ticker: Die EU-Kommission freut sich über mehr Datenschutz; die US-Behörden sind von einer möglichen Kooperation mit Yahoo nicht sehr angetan; und ein Gerücht entpuppt sich als Falschmeldung.
Die EU-Kommission hat die Ankündigung des Internet-Suchdienstes Google begrüßt, die IP-Adressen der Nutzer künftig nur noch neun statt 18 Monate zu speichern.
«Dies ist ein guter Schritt in die richtige Richtung», sagte Vizepräsident Jacques Barrot am Donnerstag in Brüssel. In den Datenschutzregelungen der EU werde derzeit eine Aufbewahrungsdauer von sechs Monaten empfohlen, sagte Barrot weiter. Google speichert die Adressen unter anderem, um Nutzerprofile zu erstellen und so gezielt Werbung schalten zu können. Im Gegenzug ist die Benutzung der Suchmaschine gratis.Die EU-Kommission habe anerkannt, dass eine Balance zwischen Datenschutz und Innovation notwendig sei, erklärte Google in einer Reaktion auf die Mitteilung Barrots. Das Internet umfasse inzwischen über eine Billion Seiten, weshalb eine ständige Weiterentwicklung der Suchmaschine nötig sei. (epd)
Auch Kalifornien prüft Kartellklage
Die geplante Werbe-Kooperation der Internetkonzerne Yahoo und Google gerät immer stärker ins Blickfeld der Wettbewerbshüter. Nach dem US-Justizministerium prüft nun auch der Generalstaatsanwalt von Kalifornien, Jerry Brown, das Abkommen. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in dem US-Staat.Brown habe noch keine Untersuchung eingeleitet, lasse sich aber von der Justizbehörde Dokumente zum Fall zur Verfügung stellen, berichtet die Zeitung «San Francisco Chronicle» am Donnerstag. Die Suchmaschinenbetreiber haben in den USA einen gemeinsamen Marktanteil von rund 90 Prozent.
Yahoo hatte die Kooperation mit Google im Juni angesichts eines - schließlich gescheiterten - Übernahmeangriffs von Microsoft angekündigt. Der Marktführer soll ab Ende September auf einigen Yahoo-Websites in den USA und Kanada seine Werbung platzieren. Google erzielt derzeit die höchsten Erlöse pro Anzeige. Die Unternehmen wollen den Umsatz teilen. Yahoo könnte daran nach Branchenberichten 800 Millionen Dollar pro Jahr verdienen. (dpa)
Firefox beliefert Google doch nicht
Und nun eine Korrektur: Zunächst hatten wir gemeldet, dass der Fachdienst Heise.de folgendes berichtet: Nicht nur Googles neuer Browser Chrome, sondern auch Mozillas Browser Firefox teile Google mit, welche Webseiten ein Surfer besucht. Dies lasse sich in der Konfiguration der Voreinstellungen deutlich erkennen - und mit einfachen Mittel abstellen. Dies entpuppte sich später jedoch als falsch. Dank einer Leserzuschrift sind wir auf das Heise-Forum aufmerksam geworden, in dem folgendes steht: «Der Artikel war schlecht recherchiert und zumindest irreführend, wenn nicht sogar über weite Strecken falsch.»
Bis zur Markteinführung der Beta-Version von Chrome galt Google als maßgeblicher Unterstützer der Mozilla Foundation und des Firefox - in technischer und in finanzieller Hinsicht. Ob es auf Dauer dabei bleiben wird, ist derzeit unklar. (nz)