Der Google-Ticker:
Google vor Kartellklage, als Sponsor, im Meer
10. Sep 2008 11:42
 |  Wohin man auch schaut: Google | Foto: AP |
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Jeden Tag sorgt Google für neue Schlagzeilen, man kommt kaum noch hinterher. Solange das so bleibt, präsentieren wir Ihnen ein neues Format: den Google-Ticker. Nachrichten aus der Welt des größten Webkonzerns, kurz vermeldet.
US-Regierung prüft Kartellklage gegen Google
Das US-Justizministerium hat nach Informationen des «Wall Street Journal» vom Dienstag den Juristen Sanford Litvack engagiert, um eine Kartellklage u.a. gegen Google vorzubereiten.
Die Zeitung vermutet, es gehe dabei um die Zusammenarbeit von Google und Yahoo, die sich während des Übernahmeversuchs Yahoos durch Microsoft ergeben habe. Beide Konzerne dominierten zusammen sowohl den Suchmaschinen- als auch den Online-Werbemarkt. Bei letzterem hätten sie gemeinsam einen Anteil von mehr als 80 Prozent.Litvack sei nun beauftragt worden, Beweise zu finden, um mögliche Verstöße gegen die US-Anti-Trust-Gesetze vor Gericht bringen zu können. Litvack arbeitete bereits in der Ära des US-Präsidenten Jimmy Carter in der Anti-Trust-Abteilung des US-Justizministeriums und war später auch im Management von Walt Disney Co tätig.
Google lässt sich schwimmende Serverfarm patentieren
Bisher ist es nur ein Patentantrag, bald könnte es schon mehr sein: Wie US-Medien berichteten, hat Google bereits 2007 einen Antrag für eine schwimmende Serverfarm beim US-amerikanischen Patentamt eingereicht. Dabei soll es sich um sogenannte Water-Based Data Centers handeln, Server-Plattformen auf dem Meer.Aus dem Patentantrag geht hervor, dass diese Plattformen über eine eigene Energieversorgung verfügen sollen. Die Energie des Wassers und der Wellen soll mittels Hydraulik und Elektronik in Energie für die Server verwandelt werden. Google gibt an, die schwimmenden Server seien vorerst nur für Notfälle gedacht.
Google und HSBC finanzieren Satelliten-Internet für arme Länder
Google und die britische Bank HSBC finanzieren ein Projekt, das günstige Internet-Verbindungen für Milliarden Menschen in der Dritten Welt bringen will. Der Dienst mit schnellen Online-Anbindungen über Satellit solle bis Ende 2010 in Afrika, Teilen Lateinamerikas und dem Mittleren Osten starten, teilte die Betreiberfirma O3b Networks am Dienstag mit. Die Produktion der ersten 16 Satelliten habe bereits begonnen.O3b steht für Other 3 Billion (die anderen drei Milliarden), in Anspielung auf die Zahl der Menschen, die sich keinen Internet-Zugang leisten können. Das Vorhaben soll 650 bis 750 Millionen Dollar kosten, berichteten die «Financial Times» und das «Wall Street Journal». Die Anfangsfinanzierung liege bei 65 Millionen Dollar.
Weitere Geldgeber neben dem Internetkonzern Google und HSBC sind der Kabelnetzbetreiber Liberty Global von John Malone sowie das Investmenthaus Allen & Company. Richtmarke für die Satelliten-Verbindungen in Entwicklungsländern mit O3b seien die DSL-Tarife in der westlichen Welt, hieß es.
Google vermarktet Werbung für US-Fernsehgruppe NBC Universal.
Google vermarktet künftig Werbung für die amerikanische Fernsehgruppe NBC Universal. In einer «strategischen Partnerschaft» werde der Internet-Konzern auf mehreren Kabelsendern der General-Electric-Tochter Werbeplätze versteigern, erklärten die Unternehmen am Montag. Die Umsätze werden geteilt. Zudem ist eine Kooperation bei Marketing und Forschung geplant. Über finanzielle Details der auf mehrere Jahre angelegten Partnerschaft äußerten sich die Unternehmen nicht.
NBC Universal könnte mit diesem Deal Werbekunden akquirieren, die bislang nicht auf das Fernsehen setzen. Google bemüht sich, außerhalb des Suchmaschinengeschäfts neue Erlösquellen zu erschließen. Das Unternehmen verkauft bereits Werbung bei einigen amerikanischen Zeitungen und Radiosendern. Seit dem vergangenen Jahr kooperiert Google mit Dish Network, um Fernsehspots zu vermarkten. (nz/dpa)