«Cloud Computing» von IBM: 

netzeitung.deEin Terabyte an Daten – pro Mensch und Jahr

 Herausgeber: netzeitung.de

Was zu vermeiden ist: Webseite von IBM Screenshot: nz (Screenshot: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Was zu vermeiden ist: Webseite von IBM Screenshot: nz
Screenshot: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Würde man alles ausdrucken, was Menschen an elektronischen Daten produzieren, so müssten jährlich 50.000 Bäume gefällt werden - pro Erdbewohner. IBM hat nun ein neues System vorgestellt, das diese Datenmenge handhabbar machen soll.

Jeder Mensch produziert im Jahr eine Datenmenge von 1.000 Gigabyte oder einem Terabyte - wenn er E-Mails schreibt, digital fotografiert, Filme aufzeichnet, das Finanzamt beschäftigt oder sich beim Arzt untersuchen lässt. Zu diesem Ergebnis kam jetzt eine Untersuchung von IBM.

Der Papierausdruck jeder dieser «individuellen Informationsspuren» würde demnach das Holz von 50.000 Bäumen erforderlich machen. Bis zum Jahr 2020 wird die Datenmenge pro Kopf der Bevölkerung auf das 16fache steigen und dann also eine Speicherkapazität von 16 Terabyte erforderlich machen.

Um diesen erwarteten Zuwachs zu bewältigen, stellte IBM jetzt nach dreijähriger Forschung mit mehr als 2.500 Mitarbeitern und Kosten von zwei Milliarden Dollar «die bislang größte Markteinführung im Bereich Informationsinfrastruktur» vor. Dabei handelt es sich nicht mehr um die klassische Lagerung von Daten auf einem Speichersystem und ihre Bereitstellung auf einem Server, sondern um die Organisation von «dynamischen Informationen, die Personen individuell in einer Cloud-Umgebung begleiten».

«Cloud Computing»
Als «Cloud Computing» wird die Nutzung von Anwendungen und Diensten im Internet bezeichnet, wobei der genaue Ort der Datendienste irrelevant wird. «IT-Infrastrukturen entfernen sich heute zunehmend von dem jahrzehntelang gepflegten Client-Server-Model hin zu einer weitaus effizienteren Architektur im Internet-Stil», erklärte der für den Bereich «System Storage» zuständige IBM-Manager Andy Monshaw.

Das neue IBM-Konzept soll Unternehmen und Behörden mit neuen Techniken und Diensten helfen, den massiven Zuwachs von Daten und ihre steigende Mobilität ebenso zu bewältigen wie die damit verbundenen Energiekosten und Sicherheitsprobleme. Zu den einzelnen Bestandteilen gehören ein Plattenspeichersystem, das hoch skalierbar, also für wachsende Anforderungen erweiterbar ist, sowie Lösungen zur nahtlosen Integration dieses Systems in globale Netze. (AP)