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Schreck für Apple-Börsianer: 

Der 30-Sekunden-Tod von Steve Jobs

29. Aug 2008 15:01
Steve Jobs galt kurzzeitig als tot
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Die Auswirkungen an der Börse wären enorm gewesen: Eine Nachrichtenagentur meldete, dass Apple-Chef Steve Jobs gestorben sei, zog die Meldung dann aber ganz schnell wieder zurück.

30 Schrecksekunden lang hielten am Donnerstagabend Börsianer und Apple-Freunde den Atem an - zumindest in den Nachrichtenredaktionen. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg meldete nach Angaben des «Guardian»: «Steve Jobs, der die Bedienung von PCs so leicht machte wie das Telefonieren, die Art und Weise, wie Filme produziert werden revolutionierte und Verbraucher weltweit von digitaler Musik und der neuen Art des mobil Telefonierens überzeugte, ist XXXX. Er wurde TK.» XXXX und TK wären durch «tot» und durch Alter und Umstände seines Todes ergänzt worden, wenn diese Meldung eine tatsächliche Todesmeldung gewesen wäre.

So aber war es einer dieser peinlichen, bisweilen eben auch katastrophalen Schnellschüsse der Nachrichtenagenturen, die passieren, aber eigentlich nie passieren sollen. Jede Nachrichtenagentur verfügt über bereits geschriebene Nachrufe prominenter Personen. Päpste, Kanzler, Ministerpräsidenten, Schriftsteller und Schauspieler, die noch mitten im Leben stehen, oft sogar auch noch in Amt und Würden sind, sind für die Agenturen «Todeskandidaten». Im Falle eines tatsächlichen Ablebens, sei es durch Unfall, Attentat oder Krankheit, wollen die Nachrichtenagenturen Öffentlichkeit und Zeitungen schließlich schnellstmöglich mit Details aus dem Leben des Verstorbenen versorgen.

Apple setzt voll und ganz auf Steve Jobs

Im Nachruf von Steve Jobs wurde nun ausführlich sein Werdegang nachgezeichnet. Wie er 1976 zusammen mit Steve Wozniak seine Firma gründete, wie er 1985 von John Sculley aus dem Amt getrieben wurde, dann Pixar gründete und die ein oder andere technische Neuerung ins Leben rief. Anlass dafür überhaupt schon einmal einen Nachruf über Steve Jobs in Auftrag zu geben waren offensichtlich seine Bauchspeicheldrüsenkrebs-Erkrankung und sein kränkelndes Aussehen auf einer Entwicklermesse im Juni diesen Jahres.

Apple-Chef Steve Jobs mit iPhone
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Der Schrecken, den die Meldung kurzzeitig erzeugt haben dürfte, zeigt zugleich eine der großen Schwächen der Apple Company: Die Fixierung auf die Person Steve Jobs. Mit ihm steht und fällt der Aktienkurs der Firma. Im Nachruf hieß es dann auch passend über die Entwicklung des Aktienkurses nach Jobs' Tod: Der Kursrückgang kommt für Investoren und Analysten wenig überraschend, da sie Jobs für unersetzbar halten.«

Interessant auch die Liste für die Medien mit möglichen Namen und Ansprechpartnern , die sich zu Jobs' Tod äußern würden, darunter seine frühere Freundin Heidi Roizen, Oracle-Chef Larry Ellison, und Eric Schmidt, Chef von Google.

 
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