28.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Webseite zum Internet Explorer 8 Screenshot: nz
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Seit Mittwochabend steht eine neue Version des Browsers Internet Explorer 8 im Testbetrieb bereit, die endgültige Fassung soll bald folgen. Überraschung: Datenschützer sind von einigen Funktionen durchaus angetan.
Microsoft stattet seinen neuen Internet Explorer 8 mit umfangreichen Datenschutz-Funktionen aus. In der zweiten Vorversion (Beta) des Internet-Browsers könnten die Nutzer damit erstmals im Web surfen, ohne breite Datenspuren auf PCs und im Internet zu hinterlassen, teilte Microsoft am Mittwoch mit.
Verlauf, Kennwörter, Formular- sowie Adressdaten und temporäre Dateien werden beim «unerkannten Browsen», wie sich die Funktion nennt, erst gar nicht erst auf dem Rechner abgelegt. Auch das Speichern von temporären Dateien oder sogenannter Cookies, die Websites zur besseren Wiedererkennung auf dem PC ablegen, lässt sich unterbinden bzw. werden die Cookies nach einem Webbesuch automatisch gelöscht.
Das «unerkannte Browsen» ergänzt Microsoft mit der Funktion «Inkognito». Sie hindert besuchte Websites daran, den Besucher und seine Aktionen, die er ausführt, nachzuverfolgen. Dies seien nur Zusatzfunktionen, auch das Surfen wie bisher also mit gespeicherten Verlaufsdaten und Cookies - sei möglich.
Endgültige Fassung des IE 8 kommt noch in 2008Die zweite Beta-Version sei auf Englisch ab sofort verfügbar sein, sagte Daniel Melanchton von Microsoft. Eine deutschsprachige Version könne sich möglicherweise um ein paar Stunden verzögern.
Microsoft stellt die Software in Beta-Versionen zum intensiven Testen seit April zur Verfügung. Die endgültige Fassung des Internet Explorer 8 kündigte Microsoft für «später in diesem Jahr» an. Neben weiteren Sicherheitsfunktionen wie einem verbesserten Schutz vor Phishing-Seiten habe Microsoft bei der neuen Browser-Version die Performance «dramatisch verbessert», sagte Melanchton. Einige Fachportale nennen als Beispiele den leichteren Zugriff auf Detailinformationen, die problemlose Wiederherstellung geschlossener Sitzungen und verbesserte Designwerkzeuge.
Die Zeit für das Laden einzelner Websites sei deutlich verkürzt, und das Navigieren zum Beispiel mit zusätzlichen Informationen oder der automatischen Vervollständigung von Sucheinträgen vereinfacht worden. Der Internet Explorer ist wachsender Konkurrenz vor allem durch den Open-Source-Browser Firefox und Apples Software Safari ausgesetzt. (nz/dpa)