Datenklau bei weltweiter Hotelkette: 

netzeitung.deZehn Kunden oder acht Millionen?

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Einladend: Webseite von Best Western Screenshot: nz (Screenshot: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Einladend: Webseite von Best Western Screenshot: nz
Screenshot: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Hotelkette Best Western sind durch einen Trojaner unzweifelhaft Daten von Gästen abhanden gekommen. Die Frage ist, ob der Datendiebstahl nur ein Berliner Hotel betrifft oder die mehr als 1300 Best-Western-Hotels in Europa.

Unbekannte Datendiebe seien über einen PC-Virus in ein Berliner Hotel der amerikanischen Kette Best Western eingedrungen, wie das Unternehmen jetzt bestätigt hat. Auf einem der Computer sei ein Trojaner installiert worden, teilte das Unternehmen mit. Darunter versteht man ein Schadprogramm, das sich als nützliche Anwendung tarnt, um an sensible Daten zu kommen.

Von dem Datenklau seien zehn Kunden betroffen, erklärte der Hotelbetreiber. Die Täter hätten sich keinen Zugang zu den Computernetzen weiterer Hotels der Kette verschaffen können. Das hauseigene Antivirenprogramm habe den Angriff nach kurzer Zeit erkannt und die IT-Systeme des Hotels sicherheitshalber abgeschaltet. Die Kunden des Best Western Hotel am Schloss Köpenick seien umgehend informiert und die Polizei eingeschaltet worden, erklärt Best Western.

Das Unternehmen wies damit einen Bericht der schottischen Zeitung «Sunday Herald» zurück, wonach die Eindringlinge sich die Daten von acht Millionen Kunden verschafft haben sollen - sämtliche Übernachtungen in den 1312 europäischen Best-Western-Hotels aus den Jahren 2007 und 2008.

Widerspruch in der Presse
Dieser Bericht sei voller Fehler und haltloser Behauptungen, erklärte das Unternehmen. Der Autor des Beitrags, Iain Bruce, erklärte jedoch, die Zeitung bleibe bei ihrer Darstellung. Er hatte zuvor berichtet, vermutlich ein indischer Hacker sei mittels eines Trojaners in das Reservierungssystem für europäische Kunden eingedrungen.

Dort habe er Daten von bis zu acht Millionen Kunden entwendet – inklusive Kreditkarteninformationen. Die Daten seien anschließend auf einer russischen Website zum Verkauf angeboten worden. Das australische Technologie-Fachblatt «IT Wire» bestätigte am Dienstag die Recherchen des schottischen Journalisten. Man habe von Iain Bruce bereitgestellte Screenshots gesehen, die die Aussagen von Best Western in Frage stellten. (nz/AP)