Immer wieder wird gemunkelt, dass auch nicht alle Mitglieder des BIU hinter der Köln-Entscheidung stehen. Der Verband weist diesen Eindruck zurück. «Wir gehen davon aus, dass alle BIU-Mitglieder die Gamescom in Köln unterstützen», erklärt BIU-Sprecher Arjan Dhupia. Für zusätzliche Beunruhigung sorgt unterdessen, dass mit Nintendo eines der größten Unternehmen ein neues Marketingkonzept ausprobiert und in diesem Jahr nicht auf der GC vertreten ist. Manch einer in der Branche befürchtet schon, dass sich andere künftig daran ein Beispiel nehmen.
Der Markenname Games Convention gehört der Leipziger Messe - und sie denkt nicht daran, ihn abzugeben. Im Gegenteil: Marzin treibt trotz der düsteren Aussichten für Leipzig die Internationalisierung voran. Im September gibt es die zweite Auflage der GC Asia in Singapur, auch einen Ableger in Kanada hat der Messe-Chef ins Gespräch gebracht. Für Deutschland schlug Marzin kürzlich jährlich wechselnde Standorte vor. In der Schublade liegen aber auch Pläne für eine Konkurrenzveranstaltung zur Kölner Gamescom. Ob sie herausgeholt werden, soll später entschieden werden.