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Viel Neues von Intel: 

Solid State Drive, mehr Kerne und ein PC-Wecker

20. Aug 2008 11:05
Ganz schön groß: Intels 'Nehalem'
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Intel hat weitere Einzelheiten zur neuen «Nehalem»-Chipfamilie bekannt gegeben und zudem angekündigt, sehr bald auf den Markt für sogenannte Flash-Laufwerke für Notebooks vorzudringen.

Intel hat ein leistungsfähiges Flash-Laufwerk vorgestellt, das nach Meinung von Intel-Manager Pat Gelsinger einen tiefgreifenden Wandel bei Notebooks bewirken könnte. Innerhalb der nächsten 30 Tage sollten die ersten so genannten SSD-Speicherlaufwerke verfügbar sein, kündigte der Chiphersteller am Dienstag auf dem Entwicklerforum Intel Developer Forum (IDF) an.

Erstmals dringt Intel damit mit einem eigenen Produkt in einen neuen Markt vor und macht Herstellern wie Samsung oder Hama direkte Konkurrenz. SSD steht für Solid State Drive und bezeichnet einen Speicher, der anders als herkömmliche Magnet-Festplatten-Laufwerke aus Halbleitern besteht und keine mechanischen Bestandteile hat.

Die Karten sind mit ihren Eigenschaften ideal für den Einsatz in Laptops, waren aber bislang teuer in der Herstellung und kein gleichwertiger Ersatz zu den Magnetlaufwerken. Von spätestens Ende September an sollen Computerhersteller über die im 1,8- und 2,5-Zoll- Format angebotenen SSDs verfügen können, so das Unternehmen. Die Laufwerke mit den Bezeichnungen X18-M und X25-M Mainstream SATA SSD werden mit 80 und 160 Gigabyte Kapazität angeboten.

«Nehalem»

Außerdem präsentierte Intel auf dem IDF weitere Details zu seiner neuen Chipfamilie mit dem Codenamen «Nehalem». Die neuen Prozessoren für Desktops sollen vor allem bei leistungshungrigen Anwendungen wie Videobearbeitung oder grafisch anspruchsvollen PC-Spielen die Rechenleistung erheblich beschleunigen.

Eine Vielzahl neuer Funktionen mündeten bei der neuen Prozessorfamilie in ein gemeinsames Ziel: «eine schnellere Rechenleistung bei gleichzeitig optimierter Energieeffizienz bereitzustellen», sagte Intel-Manager Pat Gelsinger. Vor rund zehn Tagen hatte Intel die neuen Chips erstmals angekündigt, die das Unternehmen unter dem Namen «Core i7» ab 2009 auf den Markt bringen will.

Die Prozessoren verfügen über vier Kerne und unterstützen auch Intels Technologie des sogenannten Hyper Threading. Damit werden mehr Kerne simuliert, als tatsächlich zur Verfügung stehen. Bei den ersten Modellen sollen auf diese Weise über die vier Kerne zunächst insgesamt acht Aufgaben zur gleichen Zeit bearbeitet werden können. Zudem haben die Intel-Forscher erstmals eine Speichereinheit auf dem Chip integriert - eine Technologie, die der kleinere Konkurrent AMD bereits nutzt und die zu deutlich verkürzten Zugriffszeiten führt.

«Remote Wake»

Ende der vergangenen Woche hatte Intel bereits eine neue Technik vorgestellt, mit der Computer durch einen Anruf über das Internet aus ihrem Energiesparmodus geweckt werden können. Erste Intel-Mainboards mit der «Remote Wake» genannten Funktion sollen im kommenden Monat auf den Markt kommen. Bei einem Anruf werden dann auch Lautsprecher und Mikrofon aktiviert und der Computernutzer über den Anruf informiert.

Intel-Manager Joe Van De Water erklärte, der Computer reagiere nur auf Anrufe von Diensten, für die sich der Nutzer angemeldet habe. Die Technik funktioniere auch nur bei einem Internetanschluss über ein Netzwerkkabel und nicht bei Wlan-Verbindungen. Als erste Firma will der Internet-Telefondienst Jajah diese Technik nutzen. (dpa/AP)

 
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