Vor der Games Convention: 

netzeitung.deSpiele in der Mitte der Gesellschaft

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Das große Flimmern: Besucher der Games Convention (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Das große Flimmern: Besucher der Games Convention
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Computerspiele liegen voll im Trend. Auch bei älteren Menschen und Frauen kommen sie gut an. Das liegt nicht zuletzt am Boom der Online-Spiele. Zu diesen Ergebnissen kam nun eine neue Umfrage.

Computerspiele werden beliebter und mit ihnen lässt sich viel Geld verdienen. Lag der Umsatz im Rekordjahr 2007 bei 2,3 Milliarden Euro, so wird er in diesem Jahr voraussichtlich um 300 Millionen Euro auf 2,6 Milliarden Euro ansteigen, wie der Bundesverband Informationswirtschaft Bitkom am Dienstag in Berlin bekanntgab. Das entspricht einem Plus von rund 13 Prozent. Erklärt wurde das Wachstum mit dem Erschließen neuer Käuferschichten.

28 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre spielen digitale Spiele, von den über 50-Jährigen hat mehr als jeder Zehnte daran Spaß, wie Bitkom mitteilte. Zudem seien Computerspiele auch keine reine Männerdomäne mehr. Der Anteil der Frauen liege derzeit bei 22 Prozent. Von denjenigen Deutschen, die über die notwendige technische Ausstattung verfügten, spielten sogar 36 Prozent digital.

Grundlage für die Angaben ist eine repräsentative Befragung des Marktforschungsunternehmen Ipsos von tausend Deutschen ab 14 Jahren. «Digitale Spiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen», sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg.

Konsolen holen auf
Allerdings ist der Anteil bei den Jüngeren weiter deutlich höher. Von den 14- bis 29-Jährigen spielen 57 Prozent auf PC, Konsole oder Handy, bei den über 50-Jährigen sind es elf Prozent. Der Computer ist der Umfrage zufolge immer noch das beliebteste Spielgerät. Aber die Konsole holt stark auf.

Spielte 2007 nur knapp jeder Zehnte auf Konsolen, so sind es 2008 bereits 13,6 Prozent. Insgesamt sollen 2008 rund 4,3 Millionen Spielkonsolen verkauft werden - 200.000 mehr als 2007.

Multiplayer-Spiele kommen gut an
Ein aktueller Trend ist das Spielen über das Internet: 36,9 Prozent der Gruppe derjenigen, die über die technische Ausrüstung verfügt, nutzt den Angaben zufolge die interaktive Unterhaltung. Online-Spiele seien besonders bei den jüngeren Zielgruppen verbreitet.

Von den 14- bis 29-Jährigen spielt heute bereits mehr als die Hälfte (52,3 Prozent) über das Internet. Aber auch bei den über 50-Jährigen kämen sie gut an: Jeder fünfte ältere Videospieler vertreibe sich seine Zeit auch mit Internet-Spielen. Das zeige: Auch bei Älteren sei das Spielen im Internet keine Randgruppen-Erscheinung mehr, sagte Berg.

Bei den Spiel-Genres liegen den Angaben zufolge die sogenannten Multiplayer-Spiele vorn. Das sind Spiele, bei denen zum Teil Hunderte Menschen zeitgleich zusammen spielen. Mehr als 60 Prozent aller Online-Spieler beteiligten sich daran. Vor allem bei den Älteren kämen Denk- und Ratespiele gut an. Der Trend gehe zu leicht erlernbaren Spielen hin, sagte Berg.

Werbung im hohem Maß akzeptiert
Von den Online-Spielern wird Werbung der Umfrage zufolge in relativ hohem Maße akzeptiert. Nur knapp 37 Prozent lehnen sie ab. Bei der jungen Zielgruppe lehnen sogar drei Viertel der Befragten Werbung nicht ab. Laut Bitkom ist Werbung bei Fernsehzuschauern weit unbeliebter.

Gestiegen sei auch die Zahlungsbereitschaft, sagte Berg. Fast jeder Zweite würde den Angaben zufolge für Online-Spiele zahlen. Bis zu fünf Euro wäre für gut 40 Prozent der Online-Spieler der digitale Spaß pro Monat wert. Knapp die Hälfte würde sogar das Doppelte bezahlen. (AP)