14.08.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Computerspieler, wohin man auch schaut
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Markt für Computerspiele wächst kräftig. Die Games Convention erwartet 200.000 Besucher. Der Verband der Computerspiele ist jetzt auch im Deutschen Kulturrat. Neues aus der Welt der Video- und Computerspiele, kurz vermeldet. Games Convention erwartet mehr als 200 000 Besucher Die Veranstalter der möglicherweise letzten Computer- und Videospielemesse Games Convention (GC) in Leipzig vom 21. bis 24. August erwarten in diesem Jahr mehr als 200.000 Besucher. Rund 500 Aussteller aus 28 Ländern wollen auf der europäischen Leitmesse für digitale Unterhaltung ihre neuesten Produkte zeigen. Die Veranstalter rechnen zudem mit mehr als 250 Software-Premieren. Tausende Journalisten und Fachbesucher aus rund 60 Staaten werden zu der europäischen Leitmesse für elektronische Unterhaltung erwartet.
Games Convention erwartet mehr als 200 000 Besucher Die Veranstalter der möglicherweise letzten Computer- und Videospielemesse Games Convention (GC) in Leipzig vom 21. bis 24. August erwarten in diesem Jahr mehr als 200.000 Besucher. Rund 500 Aussteller aus 28 Ländern wollen auf der europäischen Leitmesse für digitale Unterhaltung ihre neuesten Produkte zeigen. Die Veranstalter rechnen zudem mit mehr als 250 Software-Premieren. Tausende Journalisten und Fachbesucher aus rund 60 Staaten werden zu der europäischen Leitmesse für elektronische Unterhaltung erwartet.
Im vergangenen Jahr wurde das Ziel von 200.000 Besuchern aber klar verfehlt, es kamen 185.000 Besucher. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) ist wahrscheinlich zum letzten Mal Partner der GC. 2009 will der Branchenverband eine eigene Messe unter dem Titel Gamescom in Köln ausrichten. Die Zukunft der GC ist unklar.
2,3 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2008 erwartetDer Computerspiele-Markt steuert auf ein weiteres Rekordjahr zu. Im ersten Halbjahr setzte die Branche insgesamt 1,05 Milliarden Euro mit Konsolen sowie Spielprogrammen um, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) am Donnerstag mitteilte.
Das ist ein Plus von 20 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007. Damals lagen die Umsätze noch bei 873 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet der Verband ein Plus von 13 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Zum Vergleich: 2007 lag der Wert noch bei 2,3 Milliarden Euro, 2006 bei 1,8 Milliarden.
Verbandsvizepräsident Achim Berg sagte: «Wir erleben ein strukturelles Wachstum, auch durch neue Käuferschichten.» Der Games-Markt sei in Deutschland heute mindestens so bedeutend wie andere Zweige der Unterhaltungsbranche, etwa die Film- oder Musikindustrie. «Mit einem Unterschied: Der Games-Markt wächst rasant», sagte Berg. Allein die Zahl der verkauften Konsolen habe sich innerhalb weniger Jahre fast verdoppelt.
Verband der Computerspiele jetzt auch im Deutschen KulturratDer Bundesverband der Entwickler von Computerspielen (Game) ist jetzt Mitglied im Deutschen Kulturrat. Damit zeige der kulturpolitische Streit darüber, ob die Computer- und Konsolenspielebranche zum Kulturbereich gehört, «positive Wirkungen», betonte die Spitzenorganisation der Bundeskulturverbände am Donnerstag.
Die Computerspiele-Branche zeichne sich als Auftraggeber für Künstler der unterschiedlichen künstlerischen Sparten aus - vom Designer über Drehbuchautoren bis hin zum Komponisten. Darüber hinaus wachse die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in den Unternehmen der Spieleindustrie, betonte der Kulturrat.
Der Geschäftsführer des Kulturrates, Olaf Zimmermann, zeigte sich erfreut: «Im letzten Jahr galt es so manchen Strauß auszufechten, wenn es darum ging, deutlich zu machen, dass Computerspiele zum Kulturbereich gehören.» Zimmermann hatte in der Vergangenheit einen heftigen Streit mit seinem Plädoyer ausgelöst, dass bei der Debatte um Gewalt in Computerspielen nicht über das Ziel hinausgeschossen werden dürfe und Kunstfreiheit auch für «Schund» in Anspruch genommen werden sollte. (nz/dpa/AP)