14. Aug 2008 09:26
Die EU-Regulierer sind mit den Mobilfunkanbietern unzufrieden. Wer im Ausland mit dem Handy telefoniert, bezahlt oft den festgelegten Höchstpreis. Die abgerechnete Dauer liegt meist höher als die tatsächliche Gesprächszeit.
Grund ist die Abrechnungsmodalität: Fast immer wird nicht sekundengenau abgerechnet, sondern im Minutentakt. Für ihren am Mittwoch veröffentlichten Bericht nahmen die Regulierer 140 europäische Mobilfunkanbieter unter die Lupe. Im vergangenen Jahr kappte die EU die sogenannten Roaming-Gebühren und setzte Preisobergrenzen für Handygespräche im EU-Ausland fest.Diese Grenze wird von allen Anbietern eingehalten. Allerdings haben die meisten Anbieter ihre Gebühren nicht unter dieses Limit gesenkt, wie die Regulierungsbehörden jetzt mitteilten. In zwei Drittel der EU-Mitgliedsländer berechnen die Betreiber mehr oder weniger den festgelegten Höchstpreis. Die Gebühren für den Versand oder Empfang von SMS haben sich demzufolge kaum verändert.
Bei der Datennutzung stellten die EU-Regulierer in den einzelnen Ländern extreme Unterschiede fest. Insgesamt aber se beim Durchschnittspreis pro Megabyte an Daten ein Trend hin zu günstigeren Tarifen erkennbar. (nz/AP)