Google gibt Einblick: 

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So sieht die Benutzeroberfläche des neuen Tools aus (Foto: NZ Screenshot /Google<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe So sieht die Benutzeroberfläche des neuen Tools aus
Foto: NZ Screenshot /Google
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In welchem Bundesland interessieren sich die meisten Personen für Online-Dating? Und wo sind die meisten Interessenten für die NS-Zeit zuhause? Antworten auf Fragen dieser Art liefert der neue Google-Dienst Insights for Search.

Ein neuer Dienst von Google ermöglicht Nutzern, Trends im Internet nachzuspüren. Wer bei «Insights for Search» einen Staat und einen Zeitraum angibt, bekommt eine Liste der besonders gefragten Suchbegriffe ausgespuckt, sagte ein Sprecher von Google Deutschland in Hamburg.

Zugleich sieht der User, welche Begriffe im entsprechenden Zeitraum wie stark in der Gunst der Nutzer gestiegen sind. Wer es noch genauer wissen will, kann sich die Daten etwa auch für einzelne oder mehrere Bundesländer anzeigen lassen.
Großes Nazi-Interesse in Südamerika
Eine weitere Möglichkeit von «Insights for Search» ist das Eingeben eines bestimmten Suchbegriffs. Daraufhin wird in diversen Diagrammen angezeigt, wann, wo und wie oft nach diesem Wort gesucht wurde.

Den Begriff «Nazi» zum Beispiel haben die meisten Menschen in Chile «gegoogelt», weit vor Neuseeland und Australien. Bis auf die Begriffe, die im Zusammenhang mit dem jeweiligen Wort gesucht wurden, erfährt man aber nichts über den Kontext des Such-Interesses.

Deutschsprachige Version soll «zeitnah» kommen
Auf der Zeitleiste wird auch auf bestimmte Nachrichten im Zusammenhang mit dem Suchwort verlinkt – bei «Netzeitung» zum Beispiel über den Verkauf durch Orkla Media, nicht aber über den Wechsel zum Berliner Verlag. Laut Google war das Interesse an der Netzeitung im Jahr 2005 am höchsten.

Derzeit gibt es den Dienst, der auf dem schon älteren Angebot «Zeitgeist» aufbaut, nur in englischer Sprache. An einer deutschen Version werde gearbeitet, heißt es bei Google. Sie solle «zeitnah» online gehen.

Anderer Dienst für Übersetzer in Vorbereitung
Nach Angaben des Watchblogs «Google Blogoscoped» testet der Konzern gerade außerdem ein Portal, das die Leistungen von Dolmetschern im Netz bündeln soll. Der Konzern wolle auf diese Weise qualitativ hohe Übersetzungen in mehr als 40 Sprachen erreichen.

Laut der Blogger war der neue Dienst namens «Google Translation Center» nur kurze Zeit offen zugänglich, doch in dieser gelangen ihnen mehrere Screenshots. Die Web-Vermittlung durchlaufe zunächst eine interne Testphase.

Schon einmal ist der Internet-Riese mit einem Portal zur Vermittlung menschlicher Arbeitskraft gescheitert: Das Web-basierte Rechercheangebot «Google Answers» wurde Ende 2006 nach vier Jahren eingestellt. Bei diesem Dienst hatte Google hunderte freiberuflich arbeitende « Researchers» Anfragen jeder Art beantworten lassen. (nz/dpa)