Will man eine Adresse wie «Amnesty.org» mit dem Browser aufrufen, muss dieser Name erst in eine für Computer verwendbare, eindeutige Nummernkombination übersetzt werden - die IP-Adresse. Diese Aufgabe erledigen Domain Name Server, welche die Internet Provider betreiben.Die Unternehmen können mit Filtern verhindern, dass die Datenbanken die IP-Adressen regimekritischer Portale ausliefern. Gleichzeitig blockieren sie den direkten Zugriff, so dass Nutzer auch mit der Eingabe der komplizierten Nummernkombination - bei Amnesty zum Beispiel 78.136.0.19 - nicht zum Ziel kommen. Die beiden Methoden, DNS-Filter und IP-Blocker, sind technisch gesehen vergleichsweise einfach umzusetzen.
Von besonderer Bedeutung für die Internet-Zensur in China sind Suchmaschinen. Wie der heimische Anbieter Baidu filtern auch Anbieter aus dem Ausland systemkritische Inhalte aus den Suchergebnissen heraus. «Selbst Google hat sich in China der Zensur unterworfen und zeigt bestimmte Websites nicht an», berichtet Experte Wienholtz. (dpa)