Neues aus der Mobilfunkwelt: 

netzeitung.deKommt jetzt das Aus fürs Handy-TV?

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Geht doch: Handy-TV (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Geht doch: Handy-TV
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Ein Mobilfunk-Stausensor vom ADAC, Tipps zu WAP- und PDA-Portalen, Mobile 3.0 hat große Probleme und Garmins «Nüvifone» kommt später als erwartet: Neues aus der Handy-Welt, kurz vorgestellt. ADAC stellt Handy-Stausensor vor Mit einer neuen Software soll das Handy zum Stausensor werden. Mit einem einfachen Knopfdruck könne ein Stau gemeldet werden, teilte der Automobilclub ADAC am Mittwoch in München mit. Autofahrer müssten die kostenlose Software lediglich auf ihr Handy aufspielen und die Anwendung vor Fahrtbeginn starten.

ADAC stellt Handy-Stausensor vor
Mit einer neuen Software soll das Handy zum Stausensor werden. Mit einem einfachen Knopfdruck könne ein Stau gemeldet werden, teilte der Automobilclub ADAC am Mittwoch in München mit. Autofahrer müssten die kostenlose Software lediglich auf ihr Handy aufspielen und die Anwendung vor Fahrtbeginn starten.

Fahren sie in einen Stau, genügt es nach ADAC-Angaben, einen Knopf zu drücken oder das Handy-Display zu berühren, um Position, Fahrtrichtung und den Zeitpunkt des Staubeginns zu übermitteln. Ist der Stau überstanden, informiert ein weiterer Knopfdruck den ADAC darüber, der dann die genaue Länge und den zu erwartenden Zeitverlust errechnen kann.

Experten bezweifeln indes die Wirkung solcher Staumelder. «Diese Meldungen sind nicht von großem Nutzen», sagte Prof. Michael Schreckenberg von der Universität Duisburg-Essen. Er bemängelt vor allem deren Zuverlässigkeit: Einerseits könnten Handy-Melder «irgendwelchen Quatsch» übermitteln, so dass jede Meldung aufwendig überprüft werden muss. Andererseits berichten sie nur von historischen Ereignissen und sagen nichts darüber aus, wie die Stausituation in diesem Moment ist.

Tipps für Handyanwendungen im Ausland
Wer sich im Auslandsurlaub per Handy den Wetterbericht oder aktuelle Nachrichten ansehen möchte, sollte auf sogenannte WAP- oder PDA-Portale zurückgreifen. Dazu rät das Onlinemagazin Teltarif.de. Diese speziell für das Handy aufbereiteten Seiten verursachten beim Abruf weniger Daten als andere Internetseiten, da sie hauptsächlich Text enthielten. Ratsam sei es auch, sich vor der Reise über geeignete Seiten zu informieren.

Soll das Handy als Navigationsgerät genutzt werden, brauche man einen integrierten GPS-Chip, oder man müsse das Handy drahtlos per Bluetooth mit einem GPS-Empfänger verbinden. Zudem sei die Installation einer Software nötig. Kostenfreie Navigationssoftware für das Handy werde aus dem Internet auf das Mobiltelefon geladen. Es empfehle sich, die Software zu Hause zu laden, um die höheren Preise im Ausland zu umgehen, raten die Experten. Beim Abruf einer Route vor Ort könne unter Umständen eine weitere Datenverbindung nötig sein.

Garmins Navigationshandy «Nüvifone» kommt später
Der amerikanische Navigationsgeräte-Spezialist Garmin verschiebt den Start seines mit Spannung erwarteten ersten Handys. Das Kombigerät mit dem Namen «Nüvifone» werde voraussichtlich im ersten Halbjahr 2009 statt wie zuvor angekündigt bis Ende dieses Jahres auf den Markt kommen, teilte Garmin am Mittwoch mit. Das «Nüvifone» mit einem großen berührungsempfindlichen Bildschirm soll GPS-Navigation, UMTS-Datenübertragung und Sprachtelefonie bieten.

Grund für die Verschiebung sei, dass es länger dauere, alle Anforderungen der Mobilfunk-Anbieter zu erfüllen, erklärte Garmin. Man sei aber mit dem Interesse der Netzbetreiber zufrieden. Das Unternehmen machte die Ankündigung in seinem Bericht zum zweiten Quartal.

Handy-TV-Konsortium Mobile 3.0 vor dem Ende?
Nicht nur Garmin hat Probleme, auch dem deutschen Handy-TV-Konsortium Mobile 3.0 geht es offensichtlich nicht gut. Wie Handelsblatt-Online berichtet, werde das Gemeinschaftsunternehmen von Mobiles Fernsehen Deutschland (MFD) und Neva Media, an dem auch die Medienhäuser Burda und Holtzbrinck beteiligt sind, demnächst sein Scheitern erklären.

Das Konsortium hatte sich zum Ziel gesetzt, das Handy-Fernsehen auf der Grundlage der sogenannten DVB-H-Technologie in Deutschland zu etablieren. Der Start war pünktlich zur Fußball-EM geplant, doch fehlende Sendefrequenzen und vor allem ein Mangel an geeigneten Geräten, sorgten dafür, dass Handy-TV via DVB-H nur in wenigen Städten realisiert wurde. (nz/dpa/AP)