Neue Mini-Notebooks:
Die Netzflundern breiten sich aus
28.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der schlanke Aufbau der Serie wird mit einer langen Betriebszeit belohnt. «Unabhängig vom Betriebssystem schaffen die A100-Minis bei geringer Rechenlast und minimaler Display-Helligkeit fast fünf Stunden Laufzeit - deutlich länger als der Eee PC, der mittlerweile nur noch mit einem kleineren Akku ausgeliefert wird und damit keine drei Stunden mehr durchhält», hat ein Test der in Hannover erscheinenden Zeitschrift «c't» ergeben. Allerdings ist das Innenleben der A100-Serie streng verlötet. Sollte der RAM knapp werden, empfiehlt sich der Einsatz eines großen USB-Speichersticks.
Wer sich mit den doch recht kleinen 7-Zoll-Bildschirmen und ihren geringen Auflösungen nicht anfreunden kann oder allergisch aufs Scrollen reagiert, greift besser gleich zur 9-Zoll-Klasse. Asus hat seinem aktuellen EeePC 900 für 399 Euro nicht nur das größere Display spendiert, sondern auch ein besseres Touchpad, Windows XP Home und mit 12 GB mehr internem Speicher. Der bisher gedrosselte Celeron M läuft nun bis zu den vollen 900 Megahertz (MHz). Allerdings ist bereits das Modell 901 in Arbeit, in dem einer der neuen günstigen wie stromsparenden Intel-Atom-Prozessoren arbeiten soll.
Acer bringt noch im Juli sein 9-Zoll-Netbook Aspire One mit dem Intel Atom N270 mit 1,6 Gigahertz (GHz) Taktfrequenz auf den Markt. Stromsparend ist auch das Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung konzipiert. Zusätzlich zum standardmäßigen Wlan lässt sich auch ein UMTS-Modul ordern oder nachrüsten. «Zur Markteinführung wird das Acer Aspire One in den Farben Blau und Weiß erhältlich sein. Im Laufe des Sommers wird Acer die Geräte auch in den weichen Nuancen Braun und Rosa auf den Markt bringen», heißt es beim Hersteller.
9-Zoll-Netbooks soll es auch bald von HP, Dell und Fujitsu Siemens geben. Für etwas mehr als 500 Euro nimmt Gigabyte ein Netbook ins Programm, das zwar im Segment der Netbooks ein preislicher Ausreißer ist, dafür aber neben einer Atom-CPU und 160 GB großer Festplatte einen dreh- und kippbaren Touchscreen bietet und deshalb als Tablet PC eingesetzt werden kann.
Auf der Habenseite stehen dagegen die annähernd vollwertige Tastatur, ein GB Ram, eine 80-GB-Festplatte und ein Wlan-Modul, das den neuen n-Standard unterstützt. Von August an verkauft MSI das Netbook als Wind U100 mit Bluetooth selbst in den Farben weiß, schwarz und pink - und vielleicht auch mit größerem 6-Zellen-Akku. Auch Brunen IT hat mit dem One A450 einen 10-Zöller mit Windows XP Home zu bieten. In dem Netbook für 349 Euro arbeiten neben einem VIA C7 M-Prozessor mit 1,6 GHz, 1 GB Ram und eine 80 GB große Festplatte. (Dirk Averesch/dpa)

