25.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Bitte kurz halten: Twitter Screenshot: nz
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Am Samstagabend ist es in Berlin so weit: Schräge Kurzmitteilungen, die einst für die persönliche Kommunikation gedacht waren, werden der Öffentlichkeit vorgestellt. Twitter-Lesung nennt sich das.
Kleine Nachricht, große Wirkung. Spätestens seit bekannt wurde, dass auch Barack Obama twittert, ist die Microblogging-Plattform Twitter.com einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Nun wird sogar eine Twitter-Lesung stattfinden am Samstagabend in Berlin.
Autor Sascha Lobo, der die Lesung zusammen mit dem Twitter-Literaturblog twitkrit.de veranstaltet, meint, es sei «eventuell» weltweit die erste ihrer Art. Auch er weiß nicht genau, ob Twitter-Fans nicht schon eine ähnliche Veranstaltung im privaten Rahmen abgehalten haben. Die Twitterlesung soll am Samstagabend um 20 Uhr im NBI im Berliner Prenzlauer Berg stattfinden.
Bei Twitter handelt es sich um einen im Jahr 2006 gegründeten Textdienst mit einer Begrenzung von 140 Zeichen je Beitrag. Es ist eine Mischung aus SMS, Chat und Weblog, die Freunde in aller Welt gefunden hat. Der Netzeitung sagte Lobo, vorgelesen würden die «lustigsten, unterhaltsamsten und schrägsten Twitter-Kommentare».
Offline ergänzt onlineLesen werden Blogger und Twitterer wie Mario Sixtus, Frank Lachmann und andere, auch Tilman Rammstedt, der diesjährige Träger des Ingeborg-Bachmann-Preises, ist im Programm angekündigt. Blogger Johnny Haeusler (Spreeblick) soll moderieren, das Videoportal Hobnox.com wird die Lesung live ins Internet streamen.
90 Minuten lang, unterbrochen von einer Pause, soll das Ganze dauern, sagt Lobo. Bei der Lesung sollen sich die Online- und Offline-Welten «gegenseitig befruchten». Er befürchtet, dass auch eine Aneinanderreihung von Kurzmitteilungen «ihre Längen» haben könnte. Aber es sei ein «Experiment, und am Ende müssen die Zuhörer entscheiden, ob es gelungen ist oder nicht». (nz)