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Neuer SMS-Dienst von Reiseveranstaltern: 

Hurrikanwarnung kommt aufs Handy

23. Jul 2008 14:27
Abschalten ja, ausschalten nein: Handy
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Mit dem «SMS-Assist» wollen Reiseveranstalter ihre Kunden über veränderte Flugzeiten und Reservierungen informieren. Auch Mitteilungen über drohende Naturkatastrophen können per Kurznachricht verschickt werden.

Wenn ein Hurrikan aufzieht oder sich Flugzeiten verschieben, sollen Urlauber am Reiseziel künftig per SMS darüber informiert werden. Mehrere deutsche Reiseveranstalter starten jetzt den Dienst «SMS-Assist».

Dazu hinterlassen die Touristen beim Buchen im Reisebüro ihre Handynummer. Im Fall von Streiks, Naturkatastrophen oder Änderungen im Reiseablauf bekommen sie dann eine SMS, erläuterte der Deutsche Reiseverband (DRV) in Berlin am Mittwoch. Abgesehen von eventuellen SMS-Gebühren im Reiseland, sei die Nutzung des Dienstes für die Touristen kostenlos.

In der Wintersaison 2008/09 sind zunächst 17 Veranstalter an «SMS-Assist» beteiligt. Darunter sind mit den Rewe-Marken Dertour/ Meier's Weltreisen/ ADAC Reisen sowie FTI, Öger Tours, der Clubmarke Aldiana und Studiosus auch einige große Anbieter. Hinzu kommen Spezialisten wie die Schiffsreisen-Veranstalter A-Rosa und Phoenix Reisen.

Die Rewe-Pauschaltouristik mit den Urlaubsmarken ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg werde zur Sommersaison 2009 bei «SMS Assist» einsteigen, sagte DRV-Sprecher Torsten Schäfer. Im kommenden Jahr könnte die Liste 30 bis 40 Anbieter umfassen. Von den Branchenführern TUI und Thomas Cook gebe es aber noch kein Signal einer Beteiligung.

Triband-Handy in den USA

Der DRV sieht in dem neuen Dienst einen «weiteren Mehrwert der organisierten Reise». Viele Reisebüros seien schon in der Lage, die Handydaten ihrer Kunden in die Veranstalter-Reservierungssysteme einzugeben. Spätestens am 1. September werde das in allen Reisebüros der Fall sein.

Bei den Touristen sei eine hohe Akzeptanz zu erwarten: «Das Eintragen der Nummer kostet nichts und bietet die Sicherheit, im Notfall aktuelle Informationen zu erhalten», sagte Sibylle Zeuch vom DRV. Nur in wenigen Ländern falle beim Empfang einer SMS aus dem Ausland eine geringe Gebühr des Mobilfunk-Providers an. In Nordamerika müssen Urlauber allerdings ein Triband-Handy haben, um erreichbar zu sein.

Die SMS-Nachricht habe den Vorteil, dass sie automatisch zugestellt wird, sobald sich ein Mobiltelefon in ein Handynetz einwählt, erklärte Zeuch. Zum Beispiel bei Naturkatastrophen könnten außerdem viele Touristen gleichzeitig erreicht werden. Dies sei über Telefonate in überlasteten Netzen nicht so leicht möglich, wie etwa das Beispiel der Tsunami-Katastrophe in Asien Ende 2004 gezeigt habe. (dpa)


 
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