18.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Der Dino ist ja nackt! Lively
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Kaum gestartet, muss Betreiber Google in seinem 3D-Chat «Lively» schon hart durchgreifen. Denn User haben Räume erschaffen, die sehr begehrt sind. Den Nutzungsrichtlinien entsprechen sie aber nicht.
Googles am 8. Juli gestartete virtuelle Welt und 3D-Chat «Lively» hat ihr erstes größeres Problem. Und das Problem ist eines, das typisch für viele neue Webanwendungen ist: Es geht um Sex.
Wie US-Medien berichten, haben seit dem Launch zahlreiche User versucht, sogenannte Sex Rooms zu eröffnen. Die Nachfrage sei groß gewesen, sodass diese Räume auf einer Webseite mit allen verfügbaren Räumen weit oben gestanden hätten. «Lively» bietet dem Nutzer an, dreidimensionale Räume zu erstellen und sie in die eigene Website, das persönliche Weblog oder das Profil in einem sozialen Netzwerk zu integrieren.
Wie viele «Sex Rooms» genau erstellt wurden, ist bisher nicht bekannt. Da sie aber nach der Ansicht von Google gegen die Richtlinien der «Lively»-Community verstoßen, geht das Unternehmen gegen solche Räume und ihre Erschaffer vor.
Andere Richtlinien als «Second Life»Es habe zahlreiche Beschwerden gegeben, schreibt ein Google-Mitarbeiter in der sogenannten «Lively Help Group», und daher habe man begonnen die entsprechenden Räume zu löschen. Auch die Accounts von «Lively»-Mitgliedern, die solche Räume kreieren, könnten entfernt werden.
Die Richtlinien von «Lively» verbieten Nacktheit, Pornografie und andere sexuelle Inhalte. Außerdem untersagt sind Annäherungen an andere User, die sexuell gedeutet werden könnten. Anders als beim Konkurrenten «Second Life», der eine Altersgrenze von 18 Jahren eingezogen hat, dürfen bei «Lively» schon 13-Jährige einen Account anlegen. (nz)