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40 Jahre Intel : 

Das Mooresche Gesetz

17. Jul 2008 14:24
Skizze zum Mooreschen Gesetz
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Wenn der Name Intel fällt, fällt oft auch der Begriff «Mooresches Gesetz. Was genau ist damit eigentlich gemeint? Und wird es auf ewig Bestand haben?

Gordon Moore, einer der beiden Gründerväter des Chip-Konzerns Intel, hat vor mehr als 30 Jahren den Grundsatz aufgestellt, nach dem sich bei sinkenden Herstellungskosten die Leistung eines Prozessors alle zwei Jahre verdoppelt. Dafür wird auf einem Chip jeweils die doppelte Anzahl an Transistoren verbaut. Bis heute gibt das Mooresche Gesetz nicht nur der Herstellung von Mikroprozessoren, sondern der gesamten Computer-Industrie seinen Takt vor.

Seit Beginn des Computer-Zeitalters werden die verfügbaren Prozessoren, wie Moore vorhersagte, immer kleiner und leistungsfähiger. Derzeit stellt Intel die Produktion bereits auf die 32-Nanometer-Technologie um. Ein Nanometer, also ein Millionstel Millimeter, ist etwa 2000 Mal dünner als ein menschliches Haar. Dabei werden Chips in Strukturbreiten von nur noch 32 Nanometer beschriftet.

Zugleich bringen die Techniker immer mehr Transistoren auf einem Chip unter. Während Intels erster richtiger Prozessor, der 4004, noch aus 2300 Transistoren bestand, will das Unternehmen Ende des Jahres mit seinem Server-Chip Tukwila bereits die Marke von zwei Milliarden Transistoren erreichen.

Immer preisgünstiger, immer leistungsfähiger

Der Physiker und Chemiker Moore hatte seine Prognosen 1965, nur wenige Jahre nach der Erfindung sogenannter integrierter Schaltungen und noch vor der Gründung von Intel erstmals in der Fachzeitschrift «Electronics» dargestellt. Er präzisierte seine Ansichten zehn Jahre später noch einmal in einem anderen Aufsatz, der fortan als Grundlage für das Mooresche Gesetz gilt. In der damals noch sehr jungen Industrie war es vor allem wichtig, verlässliche Ausblicke zu entwerfen, die die Computerbranche für ihre Planungen nutzen konnte.

Moore war davon ausgegangen, dass nur eine immer preisgünstigere Herstellung immer leistungsfähigerer Bauteile das Wachstum der Branche und die weltweite Verbreitung von Computern antreiben kann. In den vergangenen Jahren wuchs allerdings auch Kritik an diesem Geschäftsmodell. In immer schnelleren Abständen gelten Computer heute als veraltet, weil auch die jeweils aktuelle Software immer leistungs- und speicherhungriger wird.

Bis heute gab es immer wieder Prognosen, wann das von Moore beschriebene exponentielle Wachstum zumindest an seine natürlichen physikalischen Grenzen stoßen muss. Moore selbst hatte im vergangenen Jahr seinem Gesetz noch eine Gültigkeitsdauer von rund zehn bis 15 Jahren gegeben, andere Intel-Manager wie Pat Gelsinger gehen inzwischen davon aus, dass der Grundsatz noch bis 2029 Gültigkeit haben wird. (dpa)


 
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