40 Jahre Intel:
Prozessoren und Prozesse
18.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
1969 - Intel verzeichnet einen Jahresumsatz von 566.000 Dollar. Schwerpunkt und Umsatz-Garant sind Speicherchips.
1971 - Mit Intels Chip 4004 kommt der erste Microprozessor auf Halbleiterbasis auf den Markt. Mit einem Wert von 6,8 Millionen Dollar geht Intel an die Börse.
1974 - Als Nachfolger des 4004 bringt Intel den Prozessor 8080 heraus. Der Acht-Bit-Chip mit einem Speicher von 64 Kilobyte sollte auch in Verkehrsampeln und Kassen eingesetzt werden.
1981 - Der große Durchbruch für Intel: IBM entscheidet sich, einen ersten PC zu bauen und nutzt dafür Intels Prozessor 8086.
1983 - Unter dem massiven Druck ausländischer Hersteller zieht sich Intel aus dem Speichergeschäft zurück. Microsoft veröffentlicht Windows 1.0 als Erweiterung von DOS.
1985 - Der Computerhersteller Compaq bringt seinen ersten IBM- kompatiblen PC mit Intels Chip 80386 heraus.
1989 - Mit Intels 486er Prozessor erscheint ein kommerzieller Mikroprozessor erstmals mit über 1,2 Millionen Transistoren.
1990 - Microsoft veröffentlicht Windows 3.0. Das Betriebssystem und der Nachfolger Windows 95 laufen nur noch auf Rechnern mit so genannten x86-Prozessoren von Intel. In den folgenden Jahren festigt sich die Allianz von Microsoft und Intel, die unter dem Kunstwort Wintel (Windows und Intel) bekannt wird.
1991 - Intel startet die Kampagne «Intel Inside» und wird damit erstmals auch bei Verbrauchern bekannt.
1994 - Ein Mathematik-Professor entdeckt beim Pentium-Chip einen Fehler bei der Fließkomma-Berechnung und veröffentlicht ihn im Internet. Erst nach langem Zögern startet Intel eine Rückrufaktion und legt dafür Ende des Jahres 475 Millionen Dollar zurück.
1995 - Erster Pentium Pro Prozessor für Workstations und Server.
1997 - Craig Barrett löst Andy Grove als Konzernchef ab.
2004 - Intel baut erstmals Prozessoren mit Strukturbreiten von nur noch 90 Nanometer das ist kleiner als ein normales Virus.
2004 - Der Konkurrent AMD verklagt Intel im US-Bundesstaat Delaware mit dem Vorwurf wettbewerbswidriger Rabatte.
2005 - Paul Otellini startet als neuer Konzernchef eine umfangreiche Neustrukturierung. Intel fertigt erstmals im 65-Nanometer-Prozess und bringt im Pentium (Extreme Edition) erstmals zwei unabhängige Rechenkerne auf einem Prozessor unter.
2006 - Intel versucht, die Marke ViiV für wohnzimmertaugliche PCs zu etablieren und damit in den Markt für Unterhaltungselektronik vorzudringen. Die Strategie geht nicht auf, Intel stellt die Kampagne nach rund eineinhalb Jahren ein.
2007 - Umstieg auf die 45-Nanometer-Herstellung. Erstmals wird Hafnium statt Silizium in der Isolierschicht verwendet, was eine weitere Miniaturisierung der Chips ermöglicht. Intel macht einen Umsatz von mehr als 38 Milliarden Dollar, der Gewinn beläuft sich auf sieben Milliarden Dollar.
2008 - Die ersten «Atom»-Prozessoren sind für den Einsatz in kleinen mobilen Internet-Geräten wie Netbooks oder Ultra Mobile PCs verfügbar. Die Kartellbehörden in Südkorea verhängen im Juni ein Bußgeld von umgerechnet 16 Millionen Euro wegen illegaler Rabattpolitik.
18. Juli 2008 - Intel wird 40 Jahre alt. (dpa)

