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40 Jahre Intel: 

Prozessoren und Prozesse

18. Jul 2008 09:11
Intel-Mitarbeiter im Jahr 1973
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Vor 40 Jahren von zwei Physikern gegründet, kommt heute kaum ein Computernutzer an Intel vorbei. Wo einst Acht-Bit-Chips für Verkehrsampeln produziert wurden, steht mittlerweile «Atom» im Vordergrund. Eine Chronologie.

Intel feiert am 18. Juli seinen 40. Geburtstag. Vor vier Jahrzehnten legten die Gründer des heute weltgrößten Chipherstellers den Grundstein einer beachtlichen Erfolgsgeschichte.

1968 - Die Physiker Gordon Moore und Robert gründen das Unternehmen Intel. Intel steht für INTegrated ELectronics (integrierte Elektronik). Als erster Mitarbeiter wird noch im selben Jahr Andy Grove eingestellt.

1969 - Intel verzeichnet einen Jahresumsatz von 566.000 Dollar. Schwerpunkt und Umsatz-Garant sind Speicherchips.

1971 - Mit Intels Chip 4004 kommt der erste Microprozessor auf Halbleiterbasis auf den Markt. Mit einem Wert von 6,8 Millionen Dollar geht Intel an die Börse.

1974 - Als Nachfolger des 4004 bringt Intel den Prozessor 8080 heraus. Der Acht-Bit-Chip mit einem Speicher von 64 Kilobyte sollte auch in Verkehrsampeln und Kassen eingesetzt werden.

Vom ersten PC zu «Intel Inside»

1975 - Der Altair 8800 des Herstellers MITS kommt mit Intels 8080-Prozessor als erster Vorläufer des Personal Computer auf den Markt. Die Microsoft-Gründer Bill Gates und Paul Allen programmieren eine Basic-Version für den Rechner.

1981 - Der große Durchbruch für Intel: IBM entscheidet sich, einen ersten PC zu bauen und nutzt dafür Intels Prozessor 8086.

1983 - Unter dem massiven Druck ausländischer Hersteller zieht sich Intel aus dem Speichergeschäft zurück. Microsoft veröffentlicht Windows 1.0 als Erweiterung von DOS.

1985 - Der Computerhersteller Compaq bringt seinen ersten IBM- kompatiblen PC mit Intels Chip 80386 heraus.

1989 - Mit Intels 486er Prozessor erscheint ein kommerzieller Mikroprozessor erstmals mit über 1,2 Millionen Transistoren.

1990 - Microsoft veröffentlicht Windows 3.0. Das Betriebssystem und der Nachfolger Windows 95 laufen nur noch auf Rechnern mit so genannten x86-Prozessoren von Intel. In den folgenden Jahren festigt sich die Allianz von Microsoft und Intel, die unter dem Kunstwort Wintel (Windows und Intel) bekannt wird.

1991 - Intel startet die Kampagne «Intel Inside» und wird damit erstmals auch bei Verbrauchern bekannt.

Vom Pentium Prozessor zur «Extreme Edition»

1993 - Der Intel Pentium Prozessor mit 3,1 Millionen Transistoren und einer Taktrate von 60 Megahertz erscheint und ermöglicht erstmals die ernsthafte Nutzung von Multimedia-Inhalten.

1994 - Ein Mathematik-Professor entdeckt beim Pentium-Chip einen Fehler bei der Fließkomma-Berechnung und veröffentlicht ihn im Internet. Erst nach langem Zögern startet Intel eine Rückrufaktion und legt dafür Ende des Jahres 475 Millionen Dollar zurück.

1995 - Erster Pentium Pro Prozessor für Workstations und Server.

1997 - Craig Barrett löst Andy Grove als Konzernchef ab.

Intel-Mitgründer Robert Noyce
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2003 - Mit der Centrino-Plattform etabliert sich Intel im Markt für mobile PCs. Das Unternehmen integriert auf einer Plattform auch Drahtlos-Technologien, die es einfacher machen sollen, mit den Laptops unterwegs ins Internet zu gehen.

2004 - Intel baut erstmals Prozessoren mit Strukturbreiten von nur noch 90 Nanometer das ist kleiner als ein normales Virus.

2004 - Der Konkurrent AMD verklagt Intel im US-Bundesstaat Delaware mit dem Vorwurf wettbewerbswidriger Rabatte.

2005 - Paul Otellini startet als neuer Konzernchef eine umfangreiche Neustrukturierung. Intel fertigt erstmals im 65-Nanometer-Prozess und bringt im Pentium (Extreme Edition) erstmals zwei unabhängige Rechenkerne auf einem Prozessor unter.

Vom Quad-Core zum Atom

2006 - Apple nutzt in seinen iMacs erstmals statt IBM-Chips Doppelkern-Prozessoren von Intel. Im selben Jahr bringt Intel den ersten Quad-Core Xeon für Unternehmen heraus.

2006 - Intel versucht, die Marke ViiV für wohnzimmertaugliche PCs zu etablieren und damit in den Markt für Unterhaltungselektronik vorzudringen. Die Strategie geht nicht auf, Intel stellt die Kampagne nach rund eineinhalb Jahren ein.

2007 - Umstieg auf die 45-Nanometer-Herstellung. Erstmals wird Hafnium statt Silizium in der Isolierschicht verwendet, was eine weitere Miniaturisierung der Chips ermöglicht. Intel macht einen Umsatz von mehr als 38 Milliarden Dollar, der Gewinn beläuft sich auf sieben Milliarden Dollar.

2008 - Die ersten «Atom»-Prozessoren sind für den Einsatz in kleinen mobilen Internet-Geräten wie Netbooks oder Ultra Mobile PCs verfügbar. Die Kartellbehörden in Südkorea verhängen im Juni ein Bußgeld von umgerechnet 16 Millionen Euro wegen illegaler Rabattpolitik.

18. Juli 2008 - Intel wird 40 Jahre alt. (dpa)

 
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