02.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Das Vorbild: EeePC von Asus
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Am Anfang war der EeePC von Asus, dann folgten weitere «Netbooks» und mittlerweile arbeitet fast jeder Hersteller mit Hochdruck an den Mini-Computern. Nun bietet erstmals Aldi welche an.
Mini-Notebooks zum kleinen Preis bringen neuen Schwung in den PC-Markt. Am Donnerstag gibt es ein solches «Netbook» auch bei Aldi, das Gerät des Herstellers Medion verfügt bereits über einen neuen Prozessor von Intel mit der Bezeichnung Atom. Weitere Hersteller wollen folgen.
Mit einem Preis von 399 Euro ist der «Medion Akoya Mini» zwar um rund 100 Euro teurer als der Pionier dieser neuen Geräteklasse, der EeePC von Asus. Mit einer Bildschirmgröße von zehn Zoll ist es aber etwas größer und bietet mehr Leistung bei Arbeitsspeicher (ein GB RAM) und Festplatte (80 GB). Typisch für die neuen Rechnerzwerge ist, dass ein DVD-Laufwerk fehlt. Die Daten kommen übers Internet (integrierte Wlan-Technik) oder einen USB-Stick auf die Festplatte.
Während der erste EeePC mit einem speziell angepassten Linux lief, finden die Käufer des Aldi-Netbooks ein den meisten wohl vertrauteres Windows XP vor. Die neuartigen Notebooks sind die einzige Geräteklasse, die Microsoft weiterhin mit diesem Betriebssystem versorgt - mit dem Nachfolger Vista wäre die Hardware der kleinen Computer überfordert.
Inzwischen bietet auch Asus ein Mini-Notebook mit größerem Bildschirm (neun Zoll) und Windows XP an. Nach dem Verkaufserfolg des Eee-PCs von Asus entwickeln zurzeit zahlreiche weitere PC-Hersteller Notebooks im Taschenbuchformat. Auch Hewlett-Packard, Dell, Acer, MSI und ECS wollen demnächst in diesen neuen Teilmarkt einsteigen. Für zusätzliche Impulse sorgt dabei der von Intel neu eingeführte Prozessor Atom, der sowohl hohe Leistung als auch geringen Stromverbrauch verspricht.
Große Nachfrage nach LaptopsIm ersten Quartal 2008 wurden in Deutschland 2,72 Millionen Computer verkauft, das waren 17,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Marktforschungsinstitut IDC am Mittwoch in London mitteilte. Allein bei Notebooks gab es eine Steigerung um 44,4 Prozent, während die Nachfrage der Privathaushalte nach Desktop-Computern weiter zurückging.
Für das Gesamtjahr 2008 erwartet IDC in Deutschland einen Zuwachs im PC-Geschäft um 11,9 Prozent. «Hauptantriebskraft des Wachstums wird 2008 die anhaltende Nachfrage nach tragbaren PCs sein», erklärte IDC-Analystin Lucie Jichova.
(AP)