02.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Symbole der verbreitetetsten Browser
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Riskant: Vier von zehn Web-Usern in aller Welt surfen mit veralteten Browser-Versionen durchs Internet - die meisten von ihnen sind Nutzer des Internet Explorer, wie Forscher herausfanden.
Fast jeder zweite Websurfer ist gefährdet. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag vorgestellte gemeinsame Studie von Google, IBM und der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH), über die das IT-Fachportal Ars Technica berichtete.
Demnach verwenden von den weltweit auf 1,4 Milliarden geschätzten Usern rund 59,1 Prozent die jeweils aktuellste Fassung ihres Webbrowsers, 40,1 Prozent aber surfen mit älteren Versionen und gehen somit hohe Risiken für ihren Computer ein. Das Forscherteam wertete für die Studie die täglichen Webserver-Statistiken von Google im Zeitraum Januar 2007 bis Juni 2008 aus.
Am sichersten, so die Forschergruppe, seien derzeit Nutzer des Mozilla-Browsers Firefox. Mehr als 83 Prozent von ihnen nutzten im Juni 2008 die aktuellste Version des Browsers, den Firefox 3. Bei den Usern des Browsers Safari sind immerhin noch mehr als 65 Prozent auf dem neuesten Stand, bei Opera gute 56 Prozent.
Verfallsdatum für BrowserDagegen stellen bei Microsofts Internet Explorer jene, die die aktuellste Version benutzen, nur knapp die Mehrheit gegenüber denen, die mit alten Versionen oder ohne aktuelle Sicherheitspatches im Netz unterwegs sind: Hier liegt das Vehältnis bei 52,4 zu 47,6 Prozent. Zum Vergleich: Fast vier von fünf Websurfern in aller Welt nutzen den Internet Explorer (78,3 Prozent), es folgen Firefox mit guten 16 und Safari mit knapp 3,5 Prozent.
Die Forscher vermuten, viele Nutzer seien mit der Masse an Updates und Sicherheitspatches schlicht überfordert. Sie schlagen deshalb eine Art Verfallsdatum für Browser vor. Die Hersteller müssten gut sichtbar auf möglicherweise kritische Softwarekomponenten hinweisen und auf einfachem Wege Ersatz anbieten. (nz)