Neue interaktive Webanwendung von Adobe:
Sicher, aber nicht ganz billig
02.07.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Wird ein neuer Raum mit Connect eingerichtet, erhält dieser eine eigene, mit Passwort geschützte Internet-Adresse. Hier kann man Dokumente aller Art ablegen und «Meetings» organisieren, zu denen die Teilnehmer eingeladen werden. Jedes Meeting hat seine eigene Internet-Adresse, die den Teilnehmern geschickt wird und die wahlweise mit einer Anmelderegistrierung verknüpft oder auch offen aufgerufen werden kann.
Eine Teilnehmerliste zeigt an, wer den Raum betreten hat. Jetzt sind Chats, Audio- oder Videokonferenzen möglich. Ein «Whiteboard» dient dem schnellen Austausch schriftlicher Notizen - alle Teilnehmer sehen, was in diesem Fenster notiert wird. Außerdem können auch Dokumente oder sogar der ganze Computerbildschirm freigegeben werden. Die Web-Anwendung teilt dem Moderator dann mit: «Ihr Computer-Bildschirm wird an alle Teilnehmer übertragen.» Je nach Internet-Verbindung dauert es ein paar Sekunden, bis der eigene Bildschirm auf dem anderen Computer erscheint.
Für eine Nachbearbeitung kann der Verlauf eines Meetings als Film aufgezeichnet werden. Zu den Haupteinsatzmöglichkeiten der virtuellen Räume gehören Schulungen, Seminare, Beratungen von Arbeitsgruppen und Präsentationen für Kunden.
Bei der Impuls Finanzmanagement AG etwa werde Connect eingesetzt, um Kunden in einem virtuellen Raum die Angebote für eine Krankenzusatzversicherung zu präsentieren, erklärt Kraemer. Sogar der Abschluss einer Versicherung sei dort möglich - für die Willenserklärung des Kunden werde ein «interaktives Rubbelfeld» genutzt.
Maximal 1500 Personen können sich gleichzeitig in einem Raum versammeln. So viel verkraftet zumindest der Server. Bei mehr als 500 Teilnehmern werde es allerdings schwierig, die Abläufe zu organisieren, erklärt Kraemer. Sinnvoll ist bei großen Gruppen ein moderierter Chat, bei dem Fragen zunächst gesammelt werden, ehe sie die anderen sehen können. «Das ist eine ganz andere Erfahrung, als wenn ich nur telefoniere», sagt der Adobe-Manager. «Bei uns hat dies die Unternehmenskultur sehr beeinflusst.»
Ohne den gesamten Funktionsumfang lässt sich Connect auch nutzen, wenn man sich über die PDF-Software Acrobat 9 mit dem Dienst Acrobat.com verbindet. (Peter Zschunke/AP)

