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netzeitung.de«Spore»-Schwanzvergleich auf Youtube

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Bei so etwas machen wir nicht mit: NZ-Spore-Geschöpf Screenshot: nz (Screenshot: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bei so etwas machen wir nicht mit: NZ-Spore-Geschöpf Screenshot: nz
Screenshot: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Das war eigentlich anders gedacht: Mit der Gratissoftware «Spore-Labor» sollten Nutzer Kreaturen für ein Computerspiel erstellen und sie auf Youtube vorab zeigen können. Daraus wurde nun ein bizarrer Wettbewerb.

Freudianer, aufgepasst! Wer dieser Tage die Seiten des populären Videoportals Youtube besucht, sollte nicht zimperlich sein. Dort wimmelt es gerade nur so von seltsamen Kreaturen mit riesigen Penissen.

Schuld ist das «Spore-Labor», eine seit Mitte Juni gratis im Internet verfügbare Software zur Herrstellung eigener Kreaturen für das Konsolen- und PC-Spiel «Spore». «Spore» wird nach Angaben des Herstellers Electronics Arts (EA) Anfang September erscheinen, das vorab veröffentlichte «Spore-Labor» sollte schon mal das Interesse der Öffentlichkeit wecken und nebenbei von den Nutzern gratis erstellte Kreaturen für das Spiel liefern.

Im «Spore-Labor» modelliert der User einen Torso und bestückt ihn anschließend nach Belieben mit Augen, Ohren, Armen, Beinen, Hörnern usw. Dabei darf der spielende Schöpfer nicht nur Teil X an die vorgegebene Stellen auf Körper Y montieren, sondern er kann auch den Körper selbst formen. Arme können verlängert, Ohren gedreht, Köpfe geneigt und Gelenke umgesetzt werden. Hautfarbe und Musterung lassen sich aus einer Liste auswählen. Und, ja, auch die Genitalien lassen sich gestalten, wie sich nun zeigt.

Penis-Invasion auf Youtube
Die Ergebnisse des «Spore-Labor» können mit einem Klick fotografiert oder gefilmt werden, und mit wenigen Klicks steht das aufgenommene Video eine halbe Stunde später auf Youtube. Einige tausend Exemplare aus dem Labor wurden seit Mitte Juni dort veröffentlicht.

Diese Möglichkeit nutzen seit ein paar Tagen auch einige hunderte User, um ihre – ähem, wie soll man sagen? – schwanzgesteuerten Exemplare vorzuführen. Mehr als 500 Kreaturen mit großen Penissen wurden in den letzten 14 Tagen mehrere tausend Mal angeklickt. In den Kommentaren zu den Videos erfreuen sich viele Nutzer an den Figuren und betonen, es handele sich um einen großen Spaß,

Das Spiel
Im Spiel «Spore» schließlich wird es ab September um Lebewesen in allen denkbaren Formen gehen. Der Spieler wird eine eigene Spezies entwickeln, angefangen beim Einzeller und endend beim höchsten Stand einer modernen Zivilisation. Dafür werden ihm verschiedene Umgebungen zur Verfügungen stehen, er wird seine Figur gegen andere Kreaturen und gegen teils widrige Naturbedingungen behaupten müssen.

Ob - und wenn ja, welche - im «Spore-Labor» erzeugte Kreaturen es ins fertige Spiel schaffen, ist derzeit noch unklar. Sollte sich EA auf gratis vom Nutzer erzeugte Figuren verlassen haben, so müsste sich der Hersteller nun schnell etwas einfallen lassen. Sonst wird «Spore» von tausenden Gestalten mit Riesenpenissen bevölkert werden.



Für das Web ediert von Maik Söhler