26. Jun 2008 10:37
Ralph Baer entwickelte die «Brown-Box», die 1972 als erste Spielkonsole der Welt auf den Markt kam. Nun besuchte er seine einstige Heimatstadt Pirmasens – und brachte ein Geschenk mit.
Der einfache Kasten mit den Drehknöpfen ermöglicht ein Ping-Pong-Spiel auf dem Bildschirm: Dieser zeigt eine grüne Fläche, links und rechts an der Seitenlinie befindet sich jeweils ein weißes Quadrat, das Auf und Ab bewegt werden kann quasi als Tennisschläger. Zwischen beiden fliegt in gemächlichem Tempo ein drittes Quadrat hin und her, der «Tennisball». Am Mittwoch übergab der gebürtige Pirmasenser, der wegen seiner jüdischen Abstammung in den dreißiger Jahren emigrierte, dem Pirmasenser Mitmach-Museum «Dynamikum» einen Nachbau der «Brown-Box». Eher als Seitenprodukt, mehr zum Spaß habe er den Prototyp gebaut, erzählt Baer. 40 Transistoren setzte er in das erste Gerät ein. «Es gab ja noch keine Mikrochips.» Damals, erinnert sich Baer, seien die Erfinder noch Bastler gewesen, die die Hardware selbst zusammenlöteten, heute sind sie Programmierer. Das sei der Lauf der Dinge. «Der erste Kerl hat das Rad als Scheibe erfunden, dann kamen die Speichen dazu und am Ende sind wir mit dem Ding auf dem Mond herumgekarrt.»