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Computer- und Videospiele: 

Im Dunkel allein an der Xbox

25. Jun 2008 07:47
Düster: Szene aus 'Alone in the Dark'
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Wem es zu schwer wird, der zappt einfach eine Sequenz weiter – auf Kosten einiger Details, aber nicht der kompletten Story. Frank Magdans über Ataris Survival-Horror-Spiel «Alone in the Dark 5».

«Wir treffen uns im Museum, Edward – Raum 943», das sind seine letzten Worte bevor er sich mit einer Kugel in den Kopf ins Jenseits befördert. Sarah trifft es hart, dass Paddington sich das vor ihren Augen angetan hat, doch Edward ist die Ruhe in Person. Wie auch sonst könnte der Held dem Chaos um sich widerstehen?

Schließlich liegt in diesem Moment schon ganz New York in Trümmern, treibt doch irgendeine böse Macht ihr Unwesen. Anfangs wird der Spieler Zeuge, wie die Wände eines über 20 Stockwerke großen Hotels aufplatzen. Das wirkt, als würde jemand einem Menschen seine Adern aus dem Körper reißen – mehr als gruselig. Hinzukommt, dass Edward auf dem Weg nach draußen etliche Feuer löschen muss.

Die apokalyptische Exposition ist die Grundlage für ein spannendes Spiel, das auf dem PC und auf der Xbox 360 filmreifes Niveau bietet. Das Szenario hinterlässt einen authentischen Eindruck, die optische Darstellung und die musikalische Untermalung zeugen von viel Know-how unter den Entwicklern.

Im Fall der Playstation2- und der Wii-Umsetzung bekommt man hingegen eher den Eindruck, ein fünf Jahre altes Spiel zu zocken. Allerdings verleiht das dem Spiel wiederum einen gewissen Trash-Charakter.

Für die Xbox 360

Der Unterschied kommt zustande, weil die Versionen von unterschiedlichen Produktionsschmieden entworfen wurden. Im Grunde ist daran nichts auszusetzen, insbesondere deswegen, weil der Protagonist diverse Gegenstände zur Verteidigung einsetzt. Und die Steuerung muss entsprechend gut an die jeweilige Plattform angepasst werden.

'Alone in the Dark' am Bildschirm
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Bei der PC-Version wird deutlich, dass das Spiel in erster Linie für die Xbox 360 konzipiert worden ist. Mit dem Controller klappt es besser als mit Tastatur.

Wäre also dasselbe Entwicklerstudio auch für die Wii-Variante verantwortlich gewesen, hätte sich das bestimmt negativ auf das Spielerlebnis ausgewirkt. Zum Glück ist es anders. Man steuert Edward mit Nunchuk und Wiimote, was über weite Strecken wunderbar funktioniert. Die einzige Voraussetzung ist, dass man ab und an behutsam vorgeht. Ausgesprochen schwierig sind die Momente, in denen Fledermäuse oder Mutanten angreifen…

Spieler am Controller halten

Die Story ist undurchsichtig, was auch daran liegt, dass Edward sich an nichts vor diesem Abend erinnern kann. Nur Schritt für Schritt und sehr langsam wird klar, um was es genau geht. Kommt man mal einer Stelle nicht weiter, so hat man die Option, zu einem späteren Abschnitt des Kapitels zu zappen. Wer jetzt denkt, dadurch verpasse man doch wichtige Hinweise, dem muss gesagt werden, dass es nur winzige Details sind.

Nutzt man die Möglichkeit der Kapitelwahl, so wird einem zunächst eine Zusammenfassung der bisher wichtigsten Geschehnisse präsentiert. Bei der PC- und der Xbox-360-Version erinnert das an TV-Serien, bei der Wii- und Playstation2-Version kann man es eher mit einem Trailer fürs Kino vergleichen. Der Grund, dieses Element in das Spiel zu integrieren, ist die Tatsache, dass viele Spieler frühzeitig aufgeben.

«Alone in the Dark 5: Near Death Investigation» -, Atari/Darkworks, Juni 2008, 40 Euro – ist für PC, Playstation2, Wii und Xbox 360 erschienen. Die Playstation3-Version erscheint Ende des Jahres.


 
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