Neuer Browser sehr begehrt:
Firefox-Downloads legten Mozilla-Server lahm
18.06.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Ein Fuchs geht um die Welt: Logo von Firefox
Foto: spreadfirefox.com
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ob es zu einem Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde gereicht hat, muss noch geklärt werden. Der Andrang auf die Webseiten von Firefox 3-Hersteller Mozilla jedenfalls war überwältigend.
Die neueste Version des Internetbrowsers Firefox ist am Dienstagabend zum freien Herunterladen online gegangen. Die weltweite Nachfrage nach Firefox 3 war jedoch so groß, dass Nutzer sich teilweise Stunden gedulden mussten, um auf die Webseite zu gelangen.
Dabei war das Kollabieren der Server fast schon programmiert: Hersteller Mozilla hatte alle Nutzer zum Download in einem Zeitfenster von 24 Stunden (ab 19.00 Uhr MESZ) aufgerufen, um einen neuen Weltrekord aufzustellen.
Zuvor wurde intensiv für den «Download Day» geworben. Der Rekord, das weltweit am meisten heruntergeladene Programm innerhalb von 24 Stunden zu werden, muss allerdings noch vom Guinness Buch der Rekorde anerkannt werden - die Kategorie gab es bislang nicht.
Sicherer, mulitfunktionaler, schnellerDie Software des Firfeox 3 wurde von Mozilla komplett überarbeitet. Die neue Version bietet den Nutzern ein neues Design, technische Neuheiten, besseren Virenschutz, mehr E-Mail-Funktionen und soll auch schneller sein. Auch für die Nutzung von datenintensiven Anwendungen wie Google Earth oder Online-Bürosoftware soll der Browser optimiert sein.
Insgesamt sollen gegenüber der seit Dezember 2006 erhältlichen Hauptversion 2.0 mehr als 17.000 Verbesserungen vorgenommen worden sein. Für die Betriebssysteme Windows, Mac OS X und Linux stehen unterschiedliche Oberflächen zur Verfügung. Bei der Sicherheit soll nach Testberichten sowohl der Bereich Verschlüsselung als auch der Schutz vor bösartigen Websites und gefährlichen Downloads verbessert worden sein.
Konkurrenz zum Internet ExplorerFirefox wird von Mozilla angeboten, einer Open Source-Gemeinschaft, an der sich tausende Entwickler zumeist unentgeltlich beteiligen und sich darum bemühen, den Browser weiterzuentwickeln. Nur Microsofts Internet Explorer ist weltweit noch weiter verbreitet als Firefox. Nach Angaben von Net Application Statistics hat der Firefox derzeit einen Marktanteil von 18 Prozent gegenüber den 74 Prozent, die Microsofts Internet Explorer hält. Bei diesem Marktanteil gehe man davon aus, dass die meisten Websites die Technologie von Firefox unterstützen werden.
Ende 2004 war die Mozilla-Entwicklergemeinde erstmals mit einer Firefox-Version an den Start gegangen und hatte dem Marktführer überraschend schnell Marktanteile abgerungen. Inzwischen hat der Browser, der in mehr als 45 Sprachen zur Verfügung steht, nach Angaben der Entwickler mehr als 175 Millionen Nutzer. Die Mozilla Corp. finanziert sich vor allem aus Kooperationsvereinbarungen mit Suchmaschinen wie Google und gehört vollständig der gemeinnützigen Mozilla Stiftung. (nz/AP/dpa)