Neu an Agronaut im Gegensatz zu seinen Vorgänger-Modellen ist eine Motorregelung. «Die soll die Geschwindigkeit an Steigungen konstant halten», erklärt der für den technischen Aufbau zuständige Matthias Dünninghaus. 1950 Euro stecken in dem etwa 15 Kilogramm schweren und 50 Zentimeter hohen Roboter. Im Wettbewerb muss er unter anderem eigenständig so schnell wie möglich einen Parcours in einem Maisfeld abfahren oder Golfbälle als Unkraut erkennen und bekämpfen. Doch bevor Agronaut diese Aufgaben selbstständig bewältigen kann, sind noch einige Nachbesserungen notwendig. Teamleiter Timo Brenningmeyer ist dennoch entspannt. «Wir haben noch ein paar Stunden», sagt er grinsend. Auch die Konkurrenz, die nebenan auf einem Feld trainiert, schraubt immer wieder an ihren Maschinen herum.
Für die jungen Akademiker biete die Meisterschaft eine Möglichkeit, praktisch im Team zu arbeiten, betont Ruckelshausen. Diese Praxisnähe werde auch von Unternehmen geschätzt. «In Bewerbungsgesprächen werden unsere Studierenden oft nach dem Projekt gefragt.» Bei der Weltmeisterschaft schauen auch mögliche Sponsoren zu. Firmen in der Region Osnabrück zeigten bereits Interesse, berichtet Ruckelshausen. (Iris Schmellenkamp/dpa)