Websites rund um den Nordpol: 

netzeitung.deArktis im Netz: Surfen im ewigen Eis

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Im ewigen Internet-Archiv schmelzen sie nicht: Gletscher. (Foto: Anne Hormes/Alfred-Wegener-Institute<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Im ewigen Internet-Archiv schmelzen sie nicht: Gletscher.
Foto: Anne Hormes/Alfred-Wegener-Institute
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Eisbären, Gletscher und Eskimos sind im Internet nur einen Mausklick entfernt. Die Netzeitung hat einige interessante Websites zum Thema Arktis zusammengestellt. Mit Video

Dank dem World Wide Web können wir uns in Sekundenschnelle über alle Regionen dieser Erde informieren: So erfährt der wissbegierige User in der Online-Enzyklopädie Wikipedia, dass die Arktis als nördlichster Erdgürtel Teile von Russland, Alaska, Kanada und Skandinavien bedeckt.
Einen Job in der Arktis finden
In der Region leben aktuell etwa eine Million Menschen, vor allem Polarvölker wie die Inuit. Mit den genauen Gebietsansprüchen im Nordpolarmeer beschäftigen sich ab Mittwoch die Außenminister der fünf Polarstaaten Dänemark, Norwegen, Kanada, Russland und der USA auf einer Konferenz im grönländischen Ilulissat. Unter dem Eis werden große Bodenschätze vermutet: Geologen schätzen, dass etwa ein Viertel aller weltweit vorhandenen Erdöl- und Erdgasvorkommen in der Arktis liegen.

Wer genaueres über ihre Ressourcen und den Alltag der Bewohner erfahren möchte, wird auf diversen Websites zum Thema fündig. Einen ersten Überblick liefert die Seite «Arctic Survery» mit einer gut sortierten Link-Sammlung: Hier kann man sich zu Jobangeboten vor Ort, regionaler Kultur oder Expeditionsanbietern weiterklicken.

Tipps für Begegnung mit Eisbären
Einfach und verständlich aufbereitete Allgemeinbildung in Sachen Arktis bietet der Online-Auftritt des MDR-Magazins «Lexi TV». Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Thema «Leben im Eis».

Wie hält man es aus, alleine unter so extremen Bedingungen zu leben? Was muss man tun, wenn einem Eisbären begegnen? Antworten liefert ein Interview mit dem Physiker und Eisforscher Hauke Trinks, der 2003 eine Expedition in die Arktis unternommen hat.
Zu den «Indianern der Arktis» informiert das Portal «Indianer-Web.de». Wie es dazu kam, dass die Inuit die Region besiedelten, wie sie sich ernähren und welche Lieder sie singen – all das kann hier nachgelesen werden, sofern genügend Geduld vorhanden ist, sich durch den langen, nicht thematisch strukturierten Text zu scrollen.

Die einheimischen Völker porträtiert auch der Polarforscher Piers Vitebsky in seinem wissenschaftlichen Artikel : «Die Arktis als Heimat und Grenzregion».

Auf den ersten Blick wirkt er etwas textlastig, durch den Kapitelüberblick auf der Startseite gelangt man aber schnell zu interessanten Spezialthemen – etwa «Ressourcenkonflikte» oder «Umweltverschmutzung.»
Per Kamera mit im Schneesturm
Dank den Weiten des Netzes ist auch die visuelle Darstellung der Arktis nur einen Mausklick entfernt: Im Archiv «Naturfoto Online» lagern jede Menge beeindruckende Bilder von Gletschern, Polarfüchsen oder treibenden Eisschollen.

Das Herunterladen ist zwar kostenpflichtig und erfordert eine Registrierung, aber Anschauen lässt sich alles sofort und kostenlos.

Wer sich an Schnee und Eis nicht satt sehen kann, hat per Webcam auch die Möglichkeit eines Beinahe-Live-Blickes auf den Nordpol.

Alle zwei Stunden werden die Aufnahmen der «National Oceanic and Atmospheric Adminstration» (NOAA) aktualisiert und mit etwas Glück spaziert vielleicht auch mal ein Eisbär durch das Blickfeld der Kamera.
Blogger, Kinder, Sensationen
Natürlich machen auch die Blogger vor der Eisregion nicht halt. Sie gehen das Thema mal als sinnfreier Spaß, mal mit wissenschaftlichem Ernst an.

In der Blogosphäre fordern Österreicher einen Teil der Arktis für sich, werden die arktischen Daten aus dem Klimabericht analysiert («Climate Review»), und wird auch die aktuelle Konferenz kommentiert («Geographieblog»).

Die Auswirkungen einer schmelzenden Eisschicht betreffen vor allem die Erwachsenen von morgen: So sind auch jede Menge Arktis-Informationen für Kinder im Netz zu finden.

An die vor dem Computerbildschirm aufwachsende Generation wendet sich zum Beispiel das Portal «Kindernetz.de», das neben kindgerecht aufbereiteten Texten auch einige Videos zu Leben und Forschen am Pol bietet.

Video: Schwere Zeiten für Polarbären in der Arktis


Für das Web ediert von Maike Schultz