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netzeitung.de«Mario Kart Wii»: Mit «Turbopilzen» gedopt

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Super Mario im Einsatz Screenshot: nz (Screenshot: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Super Mario im Einsatz Screenshot: nz
Screenshot: nz
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Was passiert, wenn eine der beliebtesten Spielfiguren aller Zeiten mit einem Plastiklenkrad auf einer der erfolgreichsten Konsolen durch Kartrennen gesteuert wird? - Das macht gute Laune, meint Maik Söhler .

Man hat die Konsole noch nicht mal angeworfen und schon stellt sich Spaß ein. Denn beim Auspacken von Nintendos neuer Variante «Mario Kart Wii», die die bekannte Spielereihe «Mario Kart» fortsetzt, hat man plötzlich ein Lenkrad in der Hand - ein kleines Plastiklenkrad, in das sich passgenau der Wii-Controller einfügen lässt.

Wer kleine Kinder hat, muss nun kämpfen. Wenn sie das Lenkrad entdecken, wird es gleich ins Kinderzimmer verschleppt und allenfalls unter Tränen und großem Geschrei wieder herausgerückt. Wer keine Kinder hat, wird plötzlich selbst zum Kind. Man möchte das Ding gar nicht mehr aus der Hand geben, bevor nicht auch das letzte Rennen gefahren ist.

Egal, ob mit oder ohne Kinder, der Spaß geht weiter, wenn die Spielsoftware läuft. Man kann diverse Rennen mit vielfältigen Karts oder Motorrädern befahren und die Auswahl der Spielfigur gibt vor, wie man sich auf Strecke bewegt: schnell und wendig oder robust und rowdyhaft. Die Gegner können dabei mit Bananenschalen, Schildkröten, Tintenspritzern etc. behindert werden oder aber sie attackieren einen selbst mit Geschossen und haben Schikanen parat. Oder man dopt sich mit «Turbopilzen», bzw. man wird zur «Kugelwilli»-Rakete.

Wer offline spielt, kann alleine gegen elf von der Konsole ausgewählte Gegner antreten oder gegen drei Mitspieler mit eigenen Controllern plus acht Konsolenfiguren. Es gibt auch Eins-gegen-Eins- oder Zeitrennen. Wer online spielt, klinkt sich in ein Rennen ein, in dem zwölf echte Spieler gegeneinander antreten, oder er sucht sich welche, um einen neuen Wettbewerb zu starten.

Die eigenen Miis ins Rennen schicken
Schön ist auch, dass man erstmals in der «Mario Kart»-Reihe die eigenen Miis ins Rennen schicken kann und sich somit nicht zwangsläufig aus dem Fundus der vorgegebenen Charaktere bedienen muss. Wer sie noch nicht kennt: Ein Mii ist die individuell erstellte Spielfigur für die Spielkonsole Wii. Wer sie schon kennt: Es ist durchaus spannend zu beobachten, wie sich ein gestandenes Mii - sagen wir mal, es ist Tennisprofi und hat innerhalb der «Wii Fit» schon so manches Zusatzspiel freigeschaltet - auf der Kartbahn anfangs wie ein Anfänger bzw. Vollhorst verhält.

Grafisch kommt das Spiel quietschbunt und hyperaktiv daher, die Rennstrecken reichen vom Regenbogen über Spukschloss, Holzachterbahn und Dschungel bis zur Urlaubsinsel. Auch nach den ersten Spielversuchen bleibt das Game interessant, weil immer wieder neue Extras zugeschaltet werden.

Und so brettert man immer wieder gut gelaunt - Dumdideldum - über die Parcours und manchmal auch mit großem Holterdipolter von ihnen runter. Dann lachen die Kinder und zeigen in der nächsten Runde, dass sie es längst besser können. «Mario Kart Wii» ist ein Familienspiel, an dem aber auch der Spaß haben kann, der keine Familie hat.

Mario Kart Wii - Nintendo, April 2008, um die 50 Euro - wurde von uns auf der Wii gespielt. Das Spiel ist auch für die tragbare Konsole DS erhältlich.