Eindeutig in der Gegenwart steht das Evolutionsspiel «Spore», das im September 2008 auf den Markt kommt. Darin wird der Spieler zum Schöpfer und entwickelt aus einem Einzeller ein biologisch weit fortgeschrittenes Lebewesen. Wer will, tauscht seine Kreationen anschließend online mit anderen Spielern, greift noch einmal korrigierend ein oder lässt der Natur ihren Lauf.Auch die Sprach- und Gedankensteuerung virtueller Figuren ist schon heute in Teilen möglich, wie zahlreiche Hersteller neuronaler Headsets und Wissenschaftler der Uni Graz im Film betonen. Nur die richtigen Spiele haben sie dafür noch nicht gefunden.
In der Zukunft aber liegen – vielleicht – all jene Visionen, die die heute gesellschaftlich noch recht isoliert wirkende Welt der digitalen Spiele mit anderen Bereichen von Kultur und Gesellschaft verknüpfen. Davon, dass die Spiele- die Filmindustrie bei der Herstellung der großen Träume ablösen wird, hat man schon öfter gehört. Der Soziologe und Zukunftsforscher Matthias Horx behauptet nun im Interview, es werde nicht mehr lange dauern, bis die Sphären von Arbeit und Spiel miteinander verschmelzen.