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Computer- und Videospiele: 

«Boom Blox»: Steven Spielberg lässt's krachen

21. Mai 2008 13:06
Alles kaputt, juhu! Szene aus 'Boom Blox'
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Destruktiv und Spaß dabei: Das neue Computerspiel «Boom Blox» hat das Zeug zum Blockbuster und ist Kinderkino zum Mitmachen. Kein Wunder – der Entwickler heißt Steven Spielberg.

«Juhu» – wieder einmal knallt alles zusammen, wieder einmal möchte man den Controller der Wii nur noch aus dem Fenster werfen (was dank Handgelenksschlaufe zum Glück nicht ohne weiteres geht) und wieder einmal jubeln dazu seltsam quadratische Affen, Schafe, Kühe und anderes gestauchtes Getier. Und trotzdem ruft man innerlich «Juhu», denn es geht weiter, immer weiter.

EA, der Spiele-Marktführer, hat ein neues Spiel herausgebracht. Das wäre nicht sonderlich erwähnenswert, denn das geschieht ja häufig. Und auch «Boom Blox» müsste man sich nicht groß widmen, wenn man allein nach der Spielebeschreibung ginge: Von «wild», «actionreich», «Training», «Entdeckung», «Abenteuer» ist da zu lesen und von Unterhaltung für die ganze Familie.

Doch da sind zwei Dinge, die dieses Spiel aus der Masse an Fun- und Familienspielen herausragen lassen. Erstens: Ein ungewöhnlicher Spieleentwickler hat hier seine Finger drin gehabt. Zweitens: Selten zuvor hat reine Zerstörung so viel Spaß gemacht und ist in Form von Edelsteinen auch noch belohnt worden. Dass das eine mit dem anderen zu tun hat, dürfte an Steven Spielberg liegen.

Intelligenz macht Spaß

Diesem Namen geschuldet dürfte auch sein, dass man nicht viele Worte braucht, um zu erklären, worum es in «Boom Blox» geht. Man erstellt eine Figur und sie muss allein, gegen andere oder mit anderen etwas kaputtmachen – indem man wirft, schießt oder greift. Später kommt auch eine konstruktive Variante ins Spiel und man kann Welten aufbauen – bevor man sie wieder zerstört. Aber das soll uns hier nur am Rande interessieren.

Noch steht alles, aber nicht mehr lange
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«Boom Blox» ist nicht einfach das tausendvierhundertneunzigste Umwerf- und Umschießspiel, das man wie all die anderen nebenher daddelt, während die zweite Hand und das Hirn gerade die Steuererklärung für 2007 erledigen. Das Spiel erfordert höchste Konzentration. Denn die effektivste Zerstörung gelingt nur, wenn man vorher nachdenkt.

Um zu den begehrten Edelsteinen zu gelangen, müssen Blöcke zerstört werden, auf denen sie sich befinden. Die Blöcke aber sind nicht einheitlich – es gibt welche, die chemisch miteinander reagieren, andere lösen sich einfach während des Levels in Luft auf, wieder andere beherbergen Bomben, weitere dürfen nur bewegt werden, wenn die Farbe stimmt. Nur wer lange genug überlegt und die beste Kombination findet, wird die schwieriger werdenden Aufgaben lösen können.

Bumm!, Schepper!, Trallala!

Wo Türme fallen, Burgen mit kräftigen Schwüngen des Controllers abgetragen werden oder alles abgeknallt wird, was sich bewegt, da tanzen und trällern Spielbergs wahlweise an George Lucas' «Ewoks» oder die «Gremlins» erinnernde Figürchen fröhlich um die Trümmer. Sie behalten ihre gute Laune sogar dann, wenn man sie selbst über den Haufen schießt. «Boom Blox» ist so fröhlich und quietschfidel, dass man – egal wie schlecht gerade die Laune ist – einfach angesteckt wird.

Nach einigen eher düsteren Spielen der letzten Wochen ist «Boom Blox» also genau das richtige Spiel für den Frühling. Für Kinder ist es nicht zu schwer, für Erwachsene nicht zu leicht, jeder kann hier mal was kaputtmachen und wird dafür auch noch belohnt. Prima!

Boom Blox – Electronic Arts, Mai 2008, um die 35 Euro, ab sechs Jahren – wurde von uns auf der Wii gespielt. Es ist auch als Handyspiel erhältlich.



 
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