15. Mai 2008 15:39
Hierzulande bleibt Facebook deutlich hinter dem Konkurrenten StudiVZ zurück, verspricht aber Besserung. Indes schreitet die Internationalisierung des sozialen Netzwerkes voran, wie Facebook-Manager Cohler betont.
Trotz des großen Rückstands auf den Spitzenreiter StudiVZ bezeichnete er Deutschland als wichtigen Markt für das expandierende Unternehmen. «Die Investitionen in die Übersetzungsplattform waren hoch, aber wir glauben, dass es sich lohnt», sagte Cohler, der fürs Produkt-Management verantwortlich ist.Bislang ist das Portal unter anderem auf Englisch, Spanisch und Deutsch verfügbar. Es hat nach eigenen Angaben 65 Millionen aktive Nutzer, die auf der Plattform ihr Profil eingeben und mit Freunden oder Kollegen kommunizieren können. Zur weiteren Expansion schloss Cohler die Übernahme von Konkurrenten nicht aus: «Das ist nicht der Kern unserer Strategie, aber wir denken natürlich immer über Zukäufe nach.»
Berichte über den schleppenden Start der deutschen Facebook-Seite relativierte Cohler: «Wir sind erst seit neun Wochen am Markt.» Deutschland sei jedoch einer «der wichtigsten Märkte» für sein Unternehmen. Im ersten Quartal steigerte das Unternehmen seine Reichweite in Deutschland um rund ein Viertel auf 1,2 Millionen Besucher, berichtete das Marktforschungsunternehmen Nielsen kürzlich. StudiVZ hatte 6 Millionen Nutzer, SchülerVZ 3,9 Millionen.