13. Mai 2008 17:08
Das wurde ja auch Zeit: Nach Facebook, Myspace und Xing legt nun auch Deutschland größtes soziales Netzwerk StudiVZ seine Programmierschnittstellen für externe Programmierer offen.
Programmierer können somit künftig eigene Anwendungen für StudiVZ schreiben oder mühelos aus anderen Netzwerken übernehmen. Die Entwicklerplattform werde derzeit getestet und stehe voraussichtlich ab Sommer zur Verfügung, teilte das Unternehmen am Dienstag in Berlin mit. Die dafür notwendige technische Infrastruktur befinde sich bereits in einer internen Testphase. StudiVZ hofft laut Mitteilung auf das «hohe Innovationspotenzial» der Entwicklerszene. Experten gehen davon aus, dass neue Angebote die Plattformen attraktiver machen und damit die Verweildauer der Nutzer steigt. Der Initiative gehören unter anderem Yahoo, Myspace und Xing an. «Open Social» steht in Konkurrenz zum amerikanischen Netzwerk Facebook, das bereits im Mai 2007 seine Schnittstellen offengelegt hatte.
StudiVZ und die zum Unternehmen gehörigen Plattformen SchülerVZ und MeinVZ haben nach eigenen Angaben zusammen 7,5 Millionen Nutzer und sind damit die größten sozialen Netzwerke in Deutschland. Die Tochterfirma der Holtzbrinck-Gruppe beschäftigt 120 Mitarbeiter. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, leichtfertig mit den Daten seiner Nutzer umzugehen.
Doch wie schon zuvor scheint die Konkurrenz einen Schritt voraus: Myspace, Facebook und Google öffnen sich derweil nicht nur in Richtung externer Programmierer, sondern auch gegenüber der Konkurrenz. Die Web-Portale haben am Wochenende angekündigt, dass ein Teil der Nutzerprofile künftig auf andere Communities übertragen werden kann. (nz/dpa)