Der Datenkern der Festplatte, die sich drehenden Magnetscheiben, auf denen die Daten gespeichert werden, war aber nicht verformt. Edwards reinigte die Scheiben in einer chemischen Lösung, baute sie in ein neu gebautes Laufwerk ein - und fand darauf 99 Prozent der Informationen der Festplatte.Dabei kam Edwards mehrere glückliche Umstände zu Hilfe. Die Festplatte war nur halbvoll. Beschädigt wurde der Teil, auf dem keine Daten waren. Dies war auch dem Umstand zu verdanken, dass die Daten nicht über die ganze Festplatte verteilt gespeichert wurden. Bei zwei weiteren Festplatten der «Columbia» hatte Edwards keinen Erfolg. Durch die glühende Hitze beim Eintritt in die Erdatmosphäre hatte ihr Metall die Eigenschaft verloren, die magnetische Ladung zu halten, mit der die Daten gespeichert werden.
Bei der Mission der «Columbia» waren viele Daten von Experimenten schon während der Forschungsarbeiten im All zur Erde gesendet worden. Bei dem Experiment, dessen Daten auf der Festplatte gefunden wurden, waren das immerhin 85 Prozent. Um das Experiment über die Eigenschaften von flüssigem Xenon nun abschließen und auswerten zu können, waren aber alle Daten erforderlich. Sie konnten nun analysiert werden.
Nach der Veröffentlichung durch die Forscher ging auch Kroll Ontrack mit der Geschichte der Rettung der Daten an die Öffentlichkeit. (Brian Bergstein/AP)