Auch immer mehr Medienhäuser und Politiker nutzen die schnelle und direkte Kommunikation. Die britische Rundfunkanstalt BBC und die US- Zeitung «New York Times» verbreiten die Überschriften ausgewählter Nachrichten - wer die komplette Geschichte im Internet-Angebot lesen will, kann auf einen Kurz-Link klicken. In Deutschland zwitschern unter anderem «Welt kompakt», Bild.de und die Deutsche Welle. Und im Vorwahlkampf in den USA bemühen sich die Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Barack Obama, ihre Anhänger per Twitter bei Laune zu halten.In der Blogosphäre ist eine Diskussion über die Bedeutung von Twitter entbrannt. Manch Blogger meint, der Dienst revolutioniere die Verbreitung von Nachrichten - schneller als über Twitter ließen sich kaum Neuigkeiten sammeln und verbreiten, zumal aus entlegenen Regionen wie Sichuan. Kritiker halten dem entgegen, dass schnell nicht gleich zuverlässig sei. «Man benötigt immer ungefähr die gleiche Zeit, um sich ein volles Bild von der Situation zu machen», schreibt John Murrell vom Blog «Good Morning Silicon Valley». «Das ändert sich nicht dadurch, dass man ein paar Minuten früher Bescheid weiß.» (dpa)