Microsoft und Yahoo:
«Katzen und Hunde – Verstehen Sie?»
05. Mai 2008 11:11
 |  Wo geht's lang, Yahoo? | Foto: AP |
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Microsoft verzichtet auf Yahoo, aber das muss noch lange nicht das Ende der Übernahmeschlacht bedeuten. Kommentare aus der internationalen Fachpresse und aus IT-Blogs zur gescheiterten Übernahme.
Wired.com (USA)
«Obwohl Microsoft Yahoo für dessen Verhandlungsunwillen tadelt, war es in Wirklichkeit niemals ein Deal um Microsofts eigenen Aktionären den Rücken zu stärken: Seit Microsoft am 1. Februar erstmals mit seinem Gebot an die Öffentlichkeit ging, sind die Unternehmensaktien um zehn Prozent gefallen.»
Ars Technica (USA)
«Brad Pitt und Jennifer Anniston. Bridget Moynahan und Tom Brady. Romeo und Julia. Und jetzt ist da auch noch Microsoft und Yahoo. Sie können Microsoft/Yahoo zur berühmten Liste der zerbrochenen Liebschaften und sitzengelassenen Liebhaber hinzufügen, seit Steve Ballmer sein drei Monate altes Angebot zur Firmenzusammenführung offiziell zurückgezogen hat.»
Techcrunch (US-Blog)
«Yahoo's Glas könnte in der Tat halbvoll bleiben. Aber die Märkte erwarteten Yahoo's Glas von Microsoft's Dollars überfließen zu sehen. Ein halbvolles Glas könnte halbvolle Aktienkurse bedeuten.»
All Things Digital (USA)
«Katzen und Hunde. AOL und Time Warner. Öl und Wasser. Obama und Hillary. Sie verstehen?»
IT Spot (USA)
«Ohne Microsoft's Atem im Nacken arbeitet Yahoo nun weiter an großen Deals mit Google und Time Warner's AOL, die, kämen sie zustande, den Internet-Pionier deutlich verändern würden.»
CNET (Australien)
«Es besteht weiterhin die Möglichkeit, dass Microsoft es bei Yahoo noch einmal versucht, wenn sich der Staub wieder ein wenig gelegt hat. Microsoft sagt, das Angebot für Yahoo sei vom Tisch, aber das könnte auch Verhandlungstaktik sein.»
Heise.de (deutsches IT-Portal)
«Zu sicher dürfen sich die Gegner des Geschäfts bei Microsoft und Yahoo nicht fühlen. Sollte heute der Yahoo-Kurs wie erwartet an der Börse in den Keller rauschen, könnte eine Revolte der enttäuschten Aktionäre die Yahoo-Spitze zu einem Kurswechsel zwingen und das Unternehmen doch noch in Ballmers Arme treiben.»
Indiskretion Ehrensache («Handelsblatt-Blog»)
«Yahoo war relativ zurückhaltend. Sie haben eine Abfindungsregelung beschlossen, die Mitarbeitern im Falle der Entlassung nach einer Microsoft-Übernahme eine satte Abfindung garantieren würde. (...) Unglaublich ist ein Management, dass die Interessen seiner Mitarbeiter berücksichtigt, sie vor die Interessen der Anteilseigner stellt? Nein, solch ein Management ist nicht unglaublich - es ist vorausschauend.»
Für das Web ediert von Maik Söhler